Michael Busch

Inhaltlich kann man die Aussagen des Vorstandsvorsitzenden der Schaeffler AG in Herzogenauarch, Klaus Rosenfeld, auf zwei wesentliche Punkte reduzieren: "Ja, wir sind für die Stadt-Umland-Bahn!" und "Wir sehen die Endstation der StUB an unserem Ost-Tor!"
In einer Telefonkonferenz hat Rosenfeld erläutert, wie sich die Firmenleitung drei Tage vor dem Bürgerentscheid in Erlangen positioniert. Er betonte, dass die StUB ein Thema sei, das "hochaktuell ist und auch sehr breit kommentiert worden ist". Er erklärte, dass auch der Vorstand des größten Arbeitgebers in Herzogenaurach sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt habe. "Wir wollten uns nun kurz vor der Abstimmung nochmals äußern", sagte Rosenfeld. Er betonte, dass die Entscheidungsfindung in enger Abstimmung mit den anderen Firmen vor Ort, Puma und Adidas, abgestimmt worden sei. "Aber auch mit den politischen Vertretern wie Bürgermeister German Hacker (SPD) und dem Landrat Alexander Tritthart (CSU) haben wir nochmals gesprochen." Letztlich habe man als größter Arbeitgeber beschlossen, vernünftig Stellung zu beziehen.
"Wir unterstützen das Vorhaben und halten es für zukunftsweisend", sagte der Vorstand. Es stärke die Infrastruktur nachhaltig und binde Herzogenaurach intensiver an das Verkehrsnetz.
Der Vorsitzende äußerte aber auch klare Vorstellungen zum Aufruf, sich für die StUB zu entscheiden. "Die Realisierung sehen wir so, dass die Bahn am Ost-Tor angeschlossen wird." Das Gelände sei groß, aber eine der Hauptpendlerströme aus den Bereichen Erlangen und Nürnberg führe über das Osttor. "Daher liegt es uns am Herzen, so die Verbindung zu schaffen." Das Unternehmen, das sich nach eigener Aussage "Mobilität für Morgen" auf die Fahnen geschrieben habe, lehnte eine finanzielle Beteiligung erst einmal ab. "Man soll nie Nie sagen. Wir haben aber einfach noch nicht darüber diskutiert", sagte Rosenfeld. Er betonte aber, dass die Schaffung der Infrastruktur sicher nicht bei Schaeffler liege. "Wir bezahlen Steuern und andere Dinge", ergänzte er seine Argumentation. In der Pflicht sieht er zunächst die Kommunen und das Land Bayern. "Bei konkreten Ausgestaltungen müsste man nochmals schauen ..."