"Keine Kompromisse machen wir für unsere Kleinsten", sagt Bürgermeister Werner Burger. Deshalb habe man für die Belüftung des Hauptraums im Kindergarten im Ortsteil Eppenreuth "nur das Allerbeste genommen": keine einzelnen Lüftungsgeräte, sondern eine Belüftungsanlage, wie sie auch in Einfamilienhäusern fest verbaut wird.

Die Anlage wälzt in der Stunde 300 Kubikmeter Luft um, leitet verbrauchte nach außen und bringt frische Luft angewärmt von draußen in den Raum. Damit muss nicht alle 20 Minuten zusätzlich gelüftet werden. Es reicht etwa eine kurze Stoßlüftung pro Stunde über geöffnete Fenster.

Steuerung via Sensor

Die Luftqualität wird auf einem Sensor angezeigt. Ein weiterer Sensor an der Hauptanlage steuert das Ganze. Dieser wird wiederum online bei der Firma Glen Dimplex in Kulmbach überwacht, die bei Bedarf auch online in das System eingreifen kann.

Die Anschaffung fiel der Gemeinde leichter, nachdem sie das Hauptgerät von der Kulmbacher Firma Glen Dimpex gesponsert bekommen hatte. Außerdem konnte man die Pressecker Firma Höllering davon überzeugen, das Hauptgerät und die Lüftungsschächte unter der Decke kurzfristig zu installieren, "was beim derzeitigen Handwerkermangel keine Selbstverständlichkeit ist", betont Burger ausdrücklich.

Zwei Tage an einem Wochenende hätten zwei Mitarbeiter für die Schächte und Anschlüsse gebraucht, berichtete Höllering-Mitarbeiter Heiko Passing bei der Abnahme des Systems.

Kein Zug und keine Geräusche

Die Lüftung ist bereits einige Tage in Betrieb, "und schon wenn man reinkommt, merkt man eine ganz andere Luft als früher", stellten Bürgermeister Burger und sein Stellvertreter Volker Kirschenlohr fest.

Auch Kindergartenleiterin Heidi Kirschenlohr ist begeistert. Durch die Lüftung an der Decke merke man nichts von der Luftumwälzung, sagt sie. "Die Kleinen stehen nicht im Zug und störende Geräusche gibt es auch keine. Wir wollen genau diese Lüftung unbedingt in den neuen Kindergarten mitnehmen, wenn er irgendwann mal gebaut wird." klk