Es ist bitterkalt in Franken, für das Wochenende sind Temperaturen bis zu minus zwölf Grad Celsius vorhergesagt. Zudem sorgen anhaltendende Schneefälle für eine stärkere Verschmutzung des Autos mit Schneematsch- und Salzresten. Der ADAC Nordbayern informiert, wie Autofahrer ihr Gefährt wieder sauber bekommen und was bei niedrigen Temperaturen unbedingt beachtet werden muss.

1. Im Winter Vorwäsche durchführen

Grundsätzlich kann man auch im Winter sein Auto problemlos waschen. Häufigeres Reinigen hat im Winter sogar den Vorteil, dass das Fahrzeug dank Lichtreflexionen besser zu erkennen ist. Bei der Wahl des Waschprogramms in einer SB-Waschanlage oder Waschstraße gilt: Unbedingt eine Vorwäsche durchführen, um das Fahrzeug zunächst von groben Schmutzpartikeln zu befreien. Ein Mythos ist es allerdings, dass ohne regelmäßiges Waschen im Winter Lackschäden durch Streusalz am Fahrzeug entstehen. "Die korrosionsfördernde Wirkung des Salzes ist nur dann gegeben, wenn der Lack am Auto bereits vorgeschädigt ist. In der Regel sind die Bleche durch Versiegelungen bereits ausreichend geschützt", erklärt Wolfgang Lieberth, Verkehrsexperte vom ADAC Nordbayern.

2. Nach dem Waschgang Gummidichtungen trocknen

Auch bei Temperaturen unter null Grad Celsius stellt die Autowäsche kein Problem dar. Man sollte jedoch darauf achten, dass man nach dem Waschvorgang die Gummidichtungen an Türen und Kofferraum mit einem Tuch trocken wischt. "Gefrierende Nässe kann schnell bei sehr hohen Minusgraden zu Schäden am Fahrzeug führen", so Lieberth weiter. Auf die Fahrt durch die Waschstraße verzichten sollte man bei Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius aber doch lieber. Hintergrund ist der Wärmeschock, der zu Beschädigungen an Lack oder Gummi- und Kunststoffteilen führen kann, wenn warmes Wasser aus der Waschanlage auf das kalte Fahrzeug trifft.

3. Scheibenwischanlage regelmäßig prüfen

Für eine klare Durchsicht im Winter spielt die Scheibenwischanlage eine entscheidende Rolle. Der ADAC Nordbayern empfiehlt daher vor allem im Winter, den Flüssigkeitsstand regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls den Frostschutz auch nach Verdünnung auf mindestens minus 25 Grad Celsius zu erhöhen, um zugefrorene Leitungen und Düsen in der Scheibenwischanlage zu verhindern.

Hin und wieder können bei hohen Minusgraden die Scheiben im Auto auch von innen gefrieren. Dies liegt meist an im Fahrzeug verbliebener, feuchtwarmer Luft nach der letzten Autofahrt oder an feuchten Fußmatten. Um dem entgegenzuwirken, hilft es vor dem Verlassen des Fahrzeugs noch einmal kurz durchzulüften und die Fußmatten auszuschütteln oder im Winter direkt durch Gummimatten zu ersetzen. Außerdem sollte man entstandene Feuchtigkeit an Armatur oder Frontscheibe mit einem Tuch trocken wischen.

4. Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen anpassen

Die niedrigen Temperaturen und winterlichen Straßenbedingungen sind aber nicht nur für das Fahrzeug eine zusätzliche Herausforderung, sondern auch für die Fahrer. Blitzeis und Glätte sind höchst gefährlich. Die wichtigste Regel im Winter lautet daher: Geschwindigkeit reduzieren und mehr Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten. Zudem sollten bei glatter Fahrbahn hektische Lenkbewegungen vermieden werden. Kommt das Auto doch ins Rutschen, unbedingt auskuppeln, bremsen und behutsam gegenlenken. Erst wenn das Fahrzeug dennoch nicht reagiert, eine Vollbremsung durchführen. Darüber hinaus sollte das Auto - wenn aus beruflichen Gründen nicht zwingend notwendig - bei überfrierender Nässe und Blitzeis lieber stehen gelassen werden. Dies gilt auch im Corona-Lockdown und den geltenden Bewegungseinschränkungen: Auf nicht notwendige Fahrten möglichst verzichten! red