Ebersdorf — Vor elf Jahren wurde die integrierte Rettungsleitstelle Coburg (ILS) ins Leben gerufen. Die Einrichtung, deren Zuständigkeitsbereich die Landkreise Coburg, Kronach, Lichtenfels, sowie die Stadt Coburg umfasst, hat sich zu einem wichtigen Instrument im Rettungssystem entwickelt.

Bei der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) informierte ILS-Leiter Peter Kunzelmann das Gremium über Einsatzzahlen des letzten Jahres: Zusammenfassend stellte er fest, dass 2020 gegenüber 2019 ein Rückgang bei den eingegangenen Notrufen und den Notfalleinsätzen zu verzeichnen war. Demnach wurden im vergangenen Jahr 49 662 Notfälle über die Rufnummer 112 gemeldet. 2019 waren es 51 715.

Über die Rufnummer 19222 wurde der Rettungsdienst in 2035 (2353) Fällen kontaktiert. Den ärztlichen Bereitschaftsdienst nahmen 41 269 (45 038) Personen in Anspruch. Unter "Sonstiges" wurden 41269 (45038) Anrufe verzeichnet.

Auch die Zahl der Brände ging zurück

Im vergangenen Jahr registrierte die ILS insgesamt 20678 (21752) Notfalleinsätze und 14900 (15909)Krankentransporte. Bei 887 (1096) Brandeinsätzen wurden Feuerwehren durch die ILS alarmiert. Das THL rückte zu 1431 (2185) durch die ILS veranlassten Einsätzen aus. In seinem Bericht hob Kunzelmann die Bedeutung der "Helfer vor Ort" und der "First Responder" hervor, die nach seinen Worten sich zu einem unverzichtbaren Teil im Rettungssystem entwickelt haben.

Wann kommt digitale Alarmierung?

Im Zuständigkeitsbereich der ILS sei man mit den beiden Hilfsdiensten sehr gut aufgestellt, so Kunzelmann. Im vergangen Jahr kamen die Helfer auf 2262 (2680) Einsätze.

Auf Nachfrage erklärte er, dass es derzeit noch keinen konkreten Zeitplan zur Einführung der digitalen Alarmierung gäbe. Im Rettungsdienst kommt nach Worten des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst (ÄLRD), Dr. Hans-Joachim Goller, das "SBAR-Schema" zu Einsatz. Das Akronym beschreibt nach seiner Darlegung, die strukturierte Übergabe von Patienten. ZRF-Geschäftsführer Ralf Scheichenost stellte die Jahresrechnung 2020 vor: Der Zweckverband sei nicht nur schuldenfrei, sondern die Rücklagen hätten erhöht werden können. Die Jahresrechnung geht nun an das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Coburg.