Die Bürger im Trebgaster Ortsteil Feuln beobachten mit großer Sorge die Entwicklung des Durchgangsverkehrs. "Die im Ort geltende Geschwindigkeit von 30 km/h wird kaum eingehalten", schreibt eine Familie an das Rathaus. "Nach dem Motto ‚man sieht ja weit genug, ob etwas entgegenkommt‘ brettern sie vor allem aus Richtung Hegnabrunn in den Ort rein und bremsen in der Ortsmitte erstmals ab. Durch fehlende Gehsteige gibt es für die Fußgänger, und vor allem für die Kinder, keine Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen."

Bürgermeister Herwig Neumann (CSU/WG) sieht hier vor allem verstärkte Kontrollen durch die Polizei als ein Mittel, hier Abhilfe zu schaffen. "Wir sollten aber auch an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer appellieren."

Bauangelegenheiten

Die Anfrage eines Bewohners, sein bestehendes Haus in der Hangstraße aufzustocken, führte im Vorfeld schon einmal zu einem Ortstermin des Bauausschusses. Die Problematik dabei ist die Frage, ob andere Grundstücksbesitzer bei einer Genehmigung des Vorhabens nachziehen könnten. "Nach Aussage der Aufsichtsbehörde kann aus einer vorhabenbezogenen Änderung des Bebauungsplanes kein Recht für andere abgeleitet werden. Berücksichtigt werden müsse dabei maßgebend ein städtebaulicher Aspekt wie zum Beispiel die Schaffung von Wohnraum. "Die Planungshoheit liegt grundsätzlich in unserer Hand", informierte Bürgermeister Herwig Neumann (CSU/NWG) und nannte drei verschiedene Alternativen: Keine Änderung des Bebauungsplanes, eine vorhabenbezogene Änderung, oder eine Änderung für das gesamte Baugebiet.

Das führte dann zur Diskussion. Albert Kolb (SPD/WG) äußerte Bedenken hinsichtlich der Gleichbehandlung: "Haben wir überhaupt eine Chance, abzulehnen?" Und: "Wir können dann aber nicht bei einem ‚hü‘ und beim andern ‚hott‘ sagen." "Martin Sesselmann (SPD/WG) plädierte dafür, "den Topf ganz aufzumachen" und dadurch zusätzliche Optionen für alle zu ermöglichen. Christian Potzel (GFT) und Günter Teufel (CSU/NWG) sprachen sich gegen eine komplette Öffnung aus. "Wir müssen schon unsere Einflussnahme sichern und überlegen, welche Tür wir aufmachen." Schließlich entschied sich das Gremium mehrheitlich für den planerisch und verwaltungstechnisch einfacheren Weg einer vorhabenbezogenen Änderung des Bebauungsplanes.

Für die Vermarktung von freien gemeindlichen Grundstücken in der Hang- und der Lindenstraße räumte die Gemeinde einem interessierten Investor ein Vorkaufsrecht ein. Verbunden wurde damit die Zusage, den Bebauungsplan in diesem Bereich zu ändern. Stattgegeben wurde einem Bauantrag auf Anbau eines Balkons auf dem Grundstück Flurnummer 131 der Gemarkung Lindau.

Radwegekonzept

Der Bürgermeister informierte über das neue Radwegekonzept, das derzeit vom Landkreis erstellt wird. "Wir haben dafür unsere Vorstellungen für drei Strecken gemeldet: 1. einen Rad- und Wirtschaftsweg vom Badesee in Richtung Leuchau, der seit 2007 im Gespräch ist, 2. einen Radweg vom Feuerwehrhaus nach Schlömen, 3. einen Radweg von Trebgast nach Ködnitz, und zwar einmal entlang der Staatsstraße, und alternativ durch das Weißmaintal. Konkretes ist derzeit noch nicht zu erfahren, da die Arbeitsgruppen das Konzept ständig ändern, anpassen, und Stellungnahmen zum Beispiel des Wasserwirtschaftsamtes und der Naturschutzbehörde berücksichtigen müssen." Ingo Moos (SPD/WG) bat darum, sich dabei mit den Gemeinden Ködnitz und Neuenmarkt zusammenzusetzen und abzustimmen. Unzufrieden mit der Verteilung der Fördermittel ist Christian Potzel: "Für Radwege entlang von Bundesstraßen wird das Geld rausgeworfen, woanders fehlt überall das Geld dafür." Sehr pessimistisch formulierte Martin Sesselmann den zeitlichen Ablauf: "Wenn die Planungen so weitergehen wie bisher, wird sich der nächste Gemeinderat mit dem Thema ‚Radwege‘ befassen müssen."

Hort ist betriebsbereit

Im Zeitplan liegt der Umbau der Grundschule. "Der Einbau der neuen Heizungsanlage ist so gut wie abgeschlossen, die Gestaltung der Außenanlagen kommt gut voran, die barrierefreie Nutzung des Haupteingangs ist bereits möglich. Im Juli erfolgt der Anschluss an das schnelle Internet durch die Telekom. "Nachdem der Hort bereits in die neuen Räume umgezogen und betriebsbereit ist, rechnen wir in den Sommerferien mit dem Ende der Bautätigkeiten", berichtete der Bürgermeister. "Erfreulicherweise wurde auch die vorgegebene finanzielle Linie größtenteils eingehalten."