Mühlhausen — An Kantate 2014 war es so weit: Renate Rückel hatte die 25 Jahre voll. In dieser langen Zeit kümmert sie sich als Mesnerin bei Beerdigungen in der Kirchengemeinde Maria Kilian Mühlhausen um den geordneten Verlauf. Alles, außer dem Dienst in der Leichenhalle und darum herum, obliegt dabei ihrer Verantwortung: die Aussegnung vom Trauerhaus vorbereiten, Kreuzträger, Laternträgerin, Lautsprecherbediener sowie die Singekinder zusammenrufen, die Frauen vom Chor verständigen, die Überführung mitgestalten, Lieder anstimmen und natürlich dann die Beerdigung selbst mit dem Trauergottesdienst vorbereiten und organisatorisch durchführen.

Blick für das Detail wichtig

Das sind viele Details, die nicht vergessen werden dürfen; und alles steht im Mittelpunkt von viel emotionaler Aufmerksamkeit. Das macht die Belastung kleiner.
Dafür sagte die ganze Kirchengemeinde Renate Rückel jetzt Dank. Es war 1989, als Pfarrer Heinrich Weniger eine Mesnerin suchte. Da die Zwillinge noch klein waren, wollte Renate Rückel das Amt aber nicht vollständig übernehmen. So ergab sich für Mühlhausen eine segensreiche Aufteilung: Betti Bär übernahm die Hauptmesnerei und Renate Rückel steht bei den Beerdigungen bereit.
Es wird immer schwieriger, Menschen für einen Dienst in der Öffentlichkeit zu motivieren: Zu viel Sorge ist da, etwas falsch zu machen. Es braucht ein wenig Mut und Liebe zu der Tatsache, dass Menschen auf einem schweren Gang Begleitung brauchen ... und da waren schwerste Wege dabei. red