Der Schuldenstand der Gemeinde Untersiemau konnte deutlich auf knappe 700  000 Euro reduziert werden, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von nur 168 Euro entspricht (Landesdurchschnitt 582 Euro). Trotzdem werden 2019 erhebliche Investitionen vorgenommen, die Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) bei der Haushaltsplanberatung anlässlich der Gemeinderatssitzung erläuterte.

Die dicksten Brocken

Das Hauptprojekt ist der Bau eines Kreisverkehrsplatzes am Ortseingang von Untersiemau in Richtung Coburg. 800 000 Euro wird er 2019 verschlingen, 2020 soll er fertig sein. Ferner stehen an größeren Investitionen der Neubau eines Wertstoffhofes einschließlich Unterstellhalle und Photovoltaikanlage für 296 000 Euro, die Schaffung eines Baugebietes in Obersiemau für eine Million Euro, die Abwasserentsorgung mit Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Nord für 466 000 Euro, etliche Straßensanierungen, die Beschilderung eines Wanderweges für 50 000 Euro, Investitionen in die Schule sowie die Abfinanzierung der Kinderhäuser und der Erwerb eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für Scherneck für 260 000 Euro auf dem Plan. Kredite werden nicht aufgenommen, eher erfolgt eine Entnahme aus der Rücklage, die trotzdem noch 1,4 Millionen Euro beträgt. Auch die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt in Höhe von einer Million Euro trägt zur Finanzierung der Investitionen bei, die insgesamt 6,8 Millionen Euro betragen.

"Es ist ein Rekord-Haushalt", stellte Ivonne Scholz fest, als sie die wesentlichsten Zahlen aus dem Verwaltungshaushalt (8,1 Millionen Euro) präsentierte. So werden 2,2 Millionen Euro an Gewerbesteuern, 2,6 Millionen an anteiliger Einkommensteuer und 90 000 Euro an Schlüsselzuweisungen erwartet. Eine Riesensumme muss die Gemeinde für die Kreisumlage erbringen, die bei knapp zwei Millionen Euro liegt.

Positive Kommentare

Stellungnahmen zum Haushalt kamen aus den Reihen der SPD/FB von Gerhard Lehrfeld ("Wir können recht optimistisch in die Zukunft schauen"), von Wilhelm Kirchner von den FW ("Es ist eine solide Finanzierung"), von Andrea Schiele-Eberlein, UWG ("Bitte auch auf das Volksbegehren ,Rettet die Bienen‘ reagieren") und aus den Reihen der CSU von Uwe Wenzel ("Eine Million Euro lassen wir uns jährlich die Kinder der Gemeinde kosten"). Einstimmig wurden die Haushaltssatzung, das Investitionsprogramm und der Finanzplan beschlossen.