Vor 60 Jahren wurde in Forchheim der "Rehabilitations- und Gesundheitssportverein" gegründet. Das wurde am Samstag richtig gefeiert.
Um die Stimmung im Saal anzuheizen, zeigte die Sitzgymnastikgruppe unter der Regie von Übungsleiterin Erika Damm ihr Können. Zuerst präsentierten die Mitglieder einen Sitztanz zum Radetzky-Marsch. Zum "Sugar Sugar Baby" von Peter Kraus wurde dann im Stehen getanzt. Schwungvoll beendeten die Tänzer dann ihre Präsentation mit einem Stehwalzer.
Und wie das so ist, wenn man Geburtstag hat, gab es Geschenke: für den Verein und für die Laudatoren. Die Bezirksvorsitzende von Oberfranken, Heidemarie Miklie, zeigte auf, wie wichtig die gesundheitliche Förderung und Integration von Menschen mit Behinderung ist. Sie sprach auch an, dass Sport vielfältige positive Wirkungen hat; auf den Körper oder die Reaktionsfähigkeit beispielsweise. Aber Sport mache auch Spaß. Schirmherr Uwe Kirschstein griff dieses Thema ebenfalls auf und trug vor, dass Sport auch bei der Schmerzbehebung eine große Rolle spiele und dass sich die seelische Verfassung verbessere. Kirschstein lobte den wichtigen sozialen Beitrag, den der "Rehabilitations- und Gesundheitssportverein" leiste. Allerdings hieß der Verein nicht immer so.


Zuerst Versehrtensportverein

Vorsitzender Manfred Jänisch berichtete in seiner Ansprache, dass der Verein bei seiner Gründung "Versehrtensportverein Forchheim" geheißen habe. Wesentlicher Initiator der Gründungsversammlung in der "Fränkischen Bierstube" war Hans Freisinger gewesen, der dann auch gleich zum ersten Vorsitzenden gewählt worden war und dieses Amt 14 Jahre innehatte.
"Es gab in den 60 Jahren drei Namensänderungen und drei ist auch die Anzahl der bisherigen Vereinsvorstände", trug Jänisch vor. Zu Beginn konnten nur Menschen Mitglied im Verein werden, die eine vom Versorgungsamt anerkannte Körperbeeinträchtigung hatten.
"Anfangs fand unser Verein seine erste sportliche Heimat für Übungsabende bei der Sportvereinigung Jahn Forchheim", berichtete Jänisch. Neben Gymnastik wurden auch Ballsportarten angeboten.
Nach dem Tod von Hans Freisinger übernahm 1971 Herbert Burkholz die Führung. Von 1988 bis 2008 hieß der Verein dann "Behinderten- und Versehrtensportverein" und von 2008 bis 2016 "Behinderten- und Rehabilitationssportverein". Seit 2016 hat er seinen aktuellen Namen.


Zertifizierter Reha-Sportverein

"2010 erfolgte die Anerkennung als zertifizierter Reha-Sportverein, damit konnten neben den Mitgliedern auch Reha-Sportpatienten auf Arztrezept an unseren Übungseinheiten teilnehmen", so Jänisch. Mittlerweile hatte sich das Angebot im Verein auch deutlich erweitert.
Jänisch selbst wurde 2015 von Herbert Burkholz gefragt, ob er bereit wäre, den Verein zu übernehmen. Er sagte zu, denn er wollte dem Verein etwas von dem zurückgeben, was er an Positivem erfahren hatte.
Nach den Reden und dem Austausch von Geschenken saßen die vielen Mitglieder, die gekommen waren, um ihren Verein zu feiern, noch lange gemütlich zusammen und erinnerten sich an die vielen schönen und sportlichen Stunden, die sie gemeinsam im Verein verbracht hatten.