Baunachs Bürgermeister Tobias Roppelt ist sich sicher, dass Umbauten am Baunacher Rathaus dringend nötig sind. Und auch Geschäftsleiter Christian Günthner hofft insbesondere auf mehr Büroflächen. Nachdem im Juli bereits Pläne vorgestellt wurden, unter anderem mit dem Einbau neuer Büros und einem neuen Sitzungssaal, waren nun aktualisierte Planungen Thema im Stadtrat.

Neuer Sitzungssaal im Dachgeschoss, Platz für Büroräume, ein Besprechungszimmer im Bereich des bisherigen Sitzungssaals, Verbesserungen für das Archiv: Architekt Christoph Gatz hatte in der Julisitzung des Baunacher Stadtrats bereits umfangreiche Pläne gezeigt, wie sich das Baunacher Rathaus überarbeiten ließe. Die Planung mit Gesamtkosten von rund 1,5 Millionen Euro war damals heiß diskutiert worden, insbesondere bezüglich eines großen Aussichtsfensters im neuen Sitzungssaal und der Dachterrasse. Und auch über die generelle Notwendigkeit eines Sitzungssaals wurde gesprochen.

Nun hatte Gatz eine überarbeitete Planung mitgebracht. Die wesentlichen Änderungen: Streichung des Aussichtsfensters - Ersatz sind fünf schmale Fenster, keine Teeküche mehr im Dachgeschoss, dafür mehr Platz fürs Archiv und Reserveflächen für mögliche weitere Büros. Die Kosten, so Gatz, könnten so um rund 130 000 Euro gemindert werden.

Hubert Hahn von der Hahn-Muno Ingenieurgesellschaft wies darauf hin, dass im Vergleich zur ersten Planung auch Verbesserungen enthalten seien, unter anderem werde eine Brandmeldeanlage eingebaut. "Wir wollen hier keine Prunksäle bauen, sondern das Rathaus modernisieren und an aktuelle Standards anpassen", so Hahn.

Bürgermeister Roppelt erklärte, dass der Bau in zwei Abschnitte aufgeteilt werden solle, in einem ersten Schritt müssten die Verbesserungen fürs Archiv umgesetzt werden. Hahn meinte dazu, die Bauarbeiten, die im laufenden Betrieb durchgeführt werden müssten, würden sich dennoch überschneiden.

Erneut tauchte die generelle Notwendigkeit eines Sitzungssaals bei den von den Stadträten gestellten Fragen auf. Geschäftsleiter Christian Günthner meinte dazu: "Ein richtiger Sitzungssaal ist etwas ganz anderes als ein Veranstaltungssaal wie der, den wir hier aktuell nutzen. Das sollte nur eine Übergangslösung sein." Aktuell tagt der Stadtrat aufgrund der Abstandsregelungen während der Corona-Pandemie im Bürgerhaus Lechner-Bräu.

Auf Anfrage von Stadtrat Harald Roppelt (FBB) informierte Hahn zur Kostenkalkulation, dass diese bewusst nicht im niedrigen Bereich angesetzt worden sei. Bei vier Gegenstimmen wurde die Rathaussanierung mit den Umbaumaßnahmen dann auf den Weg gebracht.