Die Landkreise Bamberg und Forchheim haben sich darauf geeinigt, den Radverkehr auf der Nord-Süd-Achse zu stärken. Sie wollen die Landkreise mit einem Radschnellweg verbinden.

Dies kündigten jetzt die Landräte Hermann Ulm (Forchheim) und Johann Kalb (Bamberg, beide CSU) nach einem runden Tisch mit Bürgermeistern, Vertretern von Tiefbauämtern, Wasser- und Schifffahrtsamt sowie dem staatlichem Bauamt an.

Vorhandene Infrastruktur

In welchen Abschnitten eine Ertüchtigung der vorhandenen Radweginfrastruktur durchgeführt wird, wie die Behebung von bereits identifizierten Eng- und Gefahrstellen erfolgen soll und wo Streckenführungen abseits der bisherigen Routen zu realisieren sind, soll ein gemeinsamer Arbeitskreis erarbeiten, heißt es in der Mitteilung.

Die Nord-Süd-Verbindung im Regnitztal gilt als eine der wichtigsten Strecken für Fahrradfahrer. Die Landräte Kalb und Ulm kündigten an, diesen Radwegeabschnitt zu einer "Premium-Strecke" auszubauen. Sie zielen insbesondere darauf ab, eine direkte, sichere und zügig befahrbare Verbindung für Berufspendler der Wirtschaftsstandorte zu schaffen. Die beiden Landräte haben zwischenzeitlich Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) um Unterstützung gebeten, weil das Projekt den Anschluss an das Radschnellwegenetz rund um die Metropolregion Nürnberg schaffen soll.

Mehr Reichweite durch E-Bikes

Lagen die zum Fahrradpendeln akzeptabel angesehenen Entfernungen vor einigen Jahren noch bei rund fünf Kilometern, können zum Beispiel dank Pedelecs mit Elektrounterstützung heute eher 15 Kilometer und mehr angesetzt werden.

Diese Erkenntnis und die Tatsache, dass der Radverkehr bei den Bürgern zunehmend an Bedeutung für deren Alltagsmobilität gewinnt, haben die Landräte sowie die Bürgermeister der Gemeinden Strullendorf, Hirschaid, Altendorf, Eggolsheim, Hallerndorf, Forchheim und Hausen zum Anlass genommen und sich darauf verständigt, die schnelle Nord-Süd-Radverkehrsverbindung zwischen Bamberg und Forchheim anzugehen. red