Das Radverkehrskonzept des Landkreises steht. Die Abschlusspräsentation übernahm Philipp Herzog vom Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen in der Sitzung des Kreistags. Gegen die Stimme von FDP-Kreisrat Veit Pöhlmann nahm das Gremium die Vorlage an.

In den zurückliegenden zwei Jahren war das Konzept in mehreren Arbeitsschritten entwickelt und von der "Arbeitsgruppe Radwege" mit Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs und der Kommunen fortlaufend begleitet worden. Landrat Klaus Peter Söllner (FW) sprach von einem Rahmenkonzept. Es werde jetzt dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg-Kulmbach als zuständiger Förderstelle vorgelegt.

Die punktuell ermittelten Maßnahmen wurden mit einem Kostenvolumen von 12,25 Millionen Euro ermittelt. In der Bestandsaufnahme zeigte Philipp Herzog ein Gesamtnetz von 997 Kilometern auf, davon 276 Kilometer im Freizeitbereich.

In seinem Grundsatzbeschluss legte der Kreistag fest, in den nächsten Monaten mit der Umsetzung des Radverkehrskonzepts zu beginnen. Daneben wurde festgelegt:

• Mit dem Staatlichen Bauamt wird versucht, Maßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen zu konkretisieren .

• Zur Anbindung des Oberlandes wird für die Kreisstraße KU 13 von Untersteinach über Guttenberg bis Tannenwirtshaus eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

• Im Maßnahmenplan Markt Marktleugast ist die Fehlstelle zwischen Tannenwirtshaus und Marktleugast als weitere Maßnahme zu ergänzen.

Für Robert Bosch (CSU) ist das Konzept ein wichtiger Rahmenplan für die nächsten Jahrzehnte und auch ein Beitrag zur Energiewende. Die Durchsetzung werde von den Fördermitteln abhängig sein.

Ralf Hartnack (WGK) und Simon Moritz (SPD) bezeichneten es als eine Ausarbeitung, mit der man auch zielgerichtet arbeiten könne. Für die FDP-Fraktion stellte Veit Pöhlmann fest, dass das Radverkehrskonzept vom Grundsatz her nur ein Teilaspekt sei, denn die eigentliche Zukunfts- und Entwicklungsaufgabe werde sein, ein umfassendes und abgestimmtes Mobilitätskonzept für die Menschen im Landkreis Kulmbach zu entwickeln.

Deshalb beantragte die FDP-Kreistagsfraktion, dass der Kreistag die Entwicklung eines umfassenden Mobilitätskonzeptes zeitnah auf den Weg bringt. Ein Beschluss wurde jedoch nicht gefasst. Rei.