Sicherheit Die Frauen und Männer der Feuerwehr Lohr, die an der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend in Kraisdorf teilgenommen hatten, gingen zufrieden nach Hause; denn der Gemeinderat Pfarrweisach hat - nach Vorarbeit von Feuerwehrreferent Sebastian Bock - für die dortige Wehr ein neues Fahrzeug genehmigt. Es kostet rund 70 000 Euro und ist neu - kein Gebrauchtes. Dazu gibt es von der Regierung von Unterfranken einen Zuschuss in Höhe von 24 200 Euro. Bock hatte dem Gremium eine umfangreiche Marktanalyse vorgelegt und die Kosten von gebrauchten und neuen Fahrzeugen verglichen. Weil es den öffentlichen Zuschuss nur beim Kauf neuer Fahrzeuge gibt, sei die Entscheidung für ein solches wirtschaftlich sinnvoll, kommentierte Bürgermeister Ralf Nowak (ULB). Der Betrag soll im Haushaltsjahr 2021 eingestellt werden, beschloss der Gemeinderat.

Energie Naserümpfen bei Drittem Bürgermeister Klaus Dünisch (KUL): Er wies darauf hin, dass bei dem Beratungspunkt um das Ändern des Bebauungsplanes zum Bau einer Solarstromanlage bei Lichtenstein ("Kaltstauden") die Größe der Fläche von elf auf 14,7 Hektar vergrößert und dadurch das selbst auferlegte Flächenmaximum für solche Anlagen überschritten wird. Die Änderung ist nötig, weil zwei Parzellen aus der Fläche herausgenommen wurden und zwei andere dazukamen. Der Gemeinderat beschloss die Änderung, fügte auf Anregung von Bürgermeister Nowak hinzu, dass das durchführende Unternehmen Südwerk (Burgkunstadt) die Pflege der Randstreifen übernehmen muss.

Kritik Passiert, aber nicht zu ändern. Unter diesem Motto könnte ein Alleingang von Bürgermeister Ralf Nowak stehen, der dem Gremium in der Vergangenheit eine Planungsvariante für die Entschärfung der Kreuzung in Pfarrweisach B 279/Bahnhofstraße/ Lohrer Straße offenbar verschwiegen hatte. Darauf wies Dritter Bürgermeister Klaus Dünisch hin in seiner Funktion als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Er bat im Bericht über die örtliche Prüfung der Jahresrechnung den Bürgermeister um eine Stellungnahme. Es geht hier um 8800 Euro. Nowak hatte offensichtlich mit dem Straßenbauamt vereinbart, eine Planung und Kostenrechnung zu erstellen, das "Finzel-Haus" abzureißen, um die Situation an der Kreuzung zu entschärfen. Nach dem Tod des Eigentümers sollte das Haus abgerissen werden, jedoch ist parallel in der Zeit ein Interessent aufgetaucht, der das Haus gekauft hat und somit der Abriss ad acta gelegt werden konnte. Nowak verwies darauf, dass wegen des Themas mehrere Termine mit dem Straßenbauamt stattfanden, "und immer war ein Vertreter der VG dabei", rechtfertigte er sich. Wegen der Kosten wollte man mit dem Straßenbauamt einen Konsens finden, argumentierte er. Weil es aber nicht zu dem Abriss gekommen war, bleibt die Gemeinde auf den Kosten von 8800 Euro sitzen. Zweiter Bürgermeister Kuhn nannte es "einen Hammer", das dem Gemeinderat vorzuenthalten, zumal das Straßenbauamt einen Deal mit der Gemeinde machen wollte. Wohnen Ein privater Bauantrag zum Bau eines Wohnhauses im neuen Baugebiet "Bei der Schule" in Pfarrweisach ist vom Gemeinderat einstimmig genehmigt worden. Das ist das erste Bauvorhaben auf dem neuen Areal.

Feuerwehr Einstimmig hat der Gemeinderat Pfarrweisach die Wahl der beiden Kommandanten der Feuerwehr Rabelsdorf, Thomas Lehmann (Erster Kommandant) und Stefan Leidner (Stellvertreter), bestätigt.

Ausbau Norbert Müller aus Kraisdorf darf sich über eine Zusage der Gemeinde freuen, für einen öffentlichen Weg ("Müller-Weg"), den er befestigen will, die Materialkosten in Höhe von 8700 Euro ersetzt zu bekommen. Die Lohn- und sonstigen Kosten will der Kraisdorfer selbst tragen. alc