Im Jugendhilfeausschuss wurde einer veränderten Konzeption, die das Zusammenwirken von Jobcenter und dem Sachgebiet Jugend und Familie im Rahmen der Jugendberufsagentur berücksichtigt, zugestimmt.

Diese Zusammenarbeit wird in der neuen Konzeption des Projekts "Meilenstein" berücksichtigt. Sowohl die Jugendlichen als auch die jungen Volljährigen sollen in das Berufsleben wie auch in die Angebote des Jobcenters integriert werden.

Diplom-Sozialpädagogin Andrea Zellmer informierte über das von ihr geleitete Projekt "Meilenstein", das bereits zum 1. Januar 2010 unter der Trägerschaft des Kreiscaritasverbandes mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, straffällig gewordenen Jugendlichen und jungen Volljährigen im Alter von 14 bis 21 Jahren im Landkreis eine Plattform zu geben, um im Rahmen der richterlichen Weisungen ihre Defizite aufzuarbeiten und auszugleichen.

Das Projekt "Meilenstein" basiere auf mehreren Säulen, und zwar auf sozialen Trainingsmaßnahmen, auf einem Anti-aggressivitäts-Training, der Ableistung gemeinnütziger Arbeit und der Heranführung an die Arbeitswelt für schwer erreichbare Jugendliche.

Bei ihrem Jahresrückblick berichtete Zellmer von 170 Teilnehmern, die an der Maßnahme teilnahmen, wobei sie zwischen 133 Neu- und 37 Altfällen unterschied. Zudem suchten 26 Teilnehmer freiwillig den Kontakt zu "Meilenstein". Insgesamt seien 4521 Stunden gemeinnützige Arbeit geleistet worden. Die 133 Neufälle verteilten sich hauptsächlich auf folgende Delikte: 35 Suchtdelikte, 35 Eigentumsdelikte, 25 Gewaltdelikte, 16 Sachbeschädigungen, zwölf Betrugs-/Unterschlagungsfälle, acht Verkehrsdelikte und acht Hausfriedensbruchdelikte. 76 Teilnehmer (davon 18 weiblich) gehörten der Altersgruppe 14-17 Jahre an, 45 (davon zwölf weiblich) zur Altersgruppe 18-20 Jahre und zwölf (davon drei weiblich) zur Altersgruppe 21 Jahre und älter. 64 Teilnehmer waren Schüler, 23 befanden sich in Ausbildung, zehn in Arbeit und 26 waren arbeitslos.

1190 junge Menschen nahmen teil

Damit hätten von Beginn an in den neun Jahren insgesamt 1190 junge Menschen am Projekt "Meilenstein" teilgenommen, resümierte Andrea Zellmer, die noch Monika Poglitsch als Kollegin an ihrer Seite weiß.

Den Jahresrückblick auf das Jahr 2018 des Kreisjugendrings erstattete Heike Leipold. Als Schwerpunkte der Arbeit des Kreisjugendrings sah sie eine enge Zusammenarbeit mit den Mitgliederorganisationen und der Kommunalen Jugendarbeit sowie die Erstellung eines attraktiven Programms für die Kinder und Jugendlichen. So nannte sie unter anderem die beiden Skifreizeiten in Viehhofen und Wagrain, die Schlittschuhfahrt am Aschermittwoch nach Sonneberg, das aus fünf Tagesaktionen bestehende Pfingstferienprogramm, die vielen Tagesfahrten in den Sommerferien, das Zeltlager in Altenbanz, das Herbstferienprogramm, die Theaterfahrt nach Trebgast und als Höhepunkt die Spielemesse in der Stadthalle mit etwa 1000 Besuchern.

Sie erinnerte auch an den Wechsel im Vorstand. Nach dem Rückzug von Reiner Babucke habe im Mai 2018 Georg Krauß den Vorsitz des Kreisjugendrings übernommen.