Coburg — Artem Bondarenko, Priester der orthodoxen Gemeinde Coburg, beabsichtigt, ein weiteres Mal in die Ukraine zu fahren, um Hilfsgüter zu den Menschen zu bringen, die fast nichts mehr haben. Vorher bittet er die Coburger um Spenden in Form von Geld, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Desinfektionsmitteln. Der Priester nutzt für seine Aktion bewusst die Fastenzeit. "Der im vierten Jahrhundert lebende Heilige Johannes Chrysostomos sagte, dass wir in der Fastenzeit auf Fleisch und Milch verzichten, um mit dem gesparten Geld den Armen helfen zu können".
Daher habe er zusammen mit seiner Frau beschlossen, genau jetzt die Hilfsgüter in die Ukraine zu bringen: für die Armen, die Kranken, die Verwundeten, die Waisen und die Alten, erläutert Artem Bondarenko. "Die Menschen dort haben nichts mehr und sind auf jede, noch so kleine Hilfe angewiesen. Es kann ihnen alles helfen: nicht verderbliche Lebensmittel, wie Pflanzenöl, verschiedene Konserven, Mehl, Nudeln, Getreide, Reis, Zucker, Salz, Tee, Kaffee, Hygieneartikel, wie Zahnbürsten, Zahnpasta, Seife und Desinfektionsmittel."
Alles, was gespendet werden soll, kann auf dem großen Tisch in der orthodoxen Kirche, Leopoldstraße 15, abgelegt werden. Die Kirche ist jeden Tag von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Auch Geldspenden wären eine große Hilfe. Sie werden in erster Linie für den Transport der Hilfsgüter benötigt, sagt der Priester. Denn er möchte alles selbst mit einem Kleinbus und Anhänger zu den Menschen bringen. Und er lädt dazu ein, ihn zu begleiten. "Die Reise findet voraussichtlich in der Karwoche vor Ostern statt." Dauer: Ein Tag für die Hinreise, etwa zwei Tage sind für den Verbleib in der Ukraine und ein Tag für den Rückweg. Auf dem Weg, ohne Pausen in der Nacht, werden nur kurze Aufenthalte bei den Tankstellen gemacht. Die Gesamtlänge des Weges hin und zurück wird etwa 5000 Kilomet er betragen. "Diejenigen, die die Reise mit mir gemeinsam angehen wollen, können sich unter: 0151/15555254 bei mir melden", sagt Artem Bondarenko. ren