Entwicklungsperspektiven der Gemeinde sind auch in Pretzfeld ein großes Thema. Dazu hat Ratsmitglied Mathias Reznik (CSU/Bürgerblock) eine Anfrage mit dem Vorschlag eingebracht, in Richtung Ebermannstadt das Gelände zwischen bestehender Bebauung und dem Kirschenfestgelände als Baugebiet auszuweisen.
Seinen Vorstellungen nach würde es den Bebauungsbogen um Pretzfeld vom Kellerwald bis Hagenbach abrunden. Reznik ging es mit seinem Vorstoß aber eher um einen Diskussionsanstoß, sich den Flächennutzungsplan nach möglichen Wohnbauarealen anzuschauen.
Allerdings ist das von ihm angesprochene Gelände zum einen recht steil und zum anderen durchgängig mit Kirschbäumen bepflanzt. Aktuell pflücken die Besitzer fleißig und bieten ihre Kirschen direkt an der Straße zum Verkauf an. Nicht zuletzt deshalb ist im Regionalplan eingetragen: Bebauung nicht wünschenswert. Für Pretzfelds Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökologen) kommen noch weitere Faktoren über den Obstbau hinaus dazu, die gegen eine Bebauung sprechen.
Der wichtigste ist die Flächenverteilung auf viele Eigentümer. Es sind winzige Parzellen, manche wohl nicht breiter als ein, zwei Baumreihen. Die Obstbauern sollen auch wenig Interesse an Wohnbebauung haben.


Weniger steil

Stark führte auch den Ist-Stand ins Feld. Danach gibt es vier neue Bauplätze in Altreuth auf Gemeindegrund. Auch im Baugebiet "Geierstoß 2" sind noch Flächen unbebaut. Eine Realisierung des Baugebiets "Geierstoß 3" schien Stark als sinnvoller: Das Gelände sei weniger steil, weniger zerstückelt und das Interesse der Eigentümer größer.
Zudem sind, so Stark, noch ausreichend Bauvorranggebiete im Flächennutzungsplan ausgewiesen, die auf Beschlüssen des Marktgemeinderats aus den 1990er Jahren beruhen. Zweiter Bürgermeister Walther Metzner (WFA) wies auf die vollerschlossenen unbebauten Grundstücke hin, die seiner Ansicht nach die privaten Eigentümer für ihre Kinder und Enkel aufbewahren.


Schutz vor Hochwasser

Zudem stehen weitere Hochwasserschutzpläne ins Haus. Vermutlich werden weitere Geländestücke wegen der Überschwemmungsgefahr vom Bauen ausgenommen - das ist für eine Gewerbefläche bereits der Fall. Oder es werden entsprechende Hochwasserschutz-Vorgaben für Bauvorhaben festgelegt.