Prachtstücke von Krippen sind zu sehen

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Zwei "Motoren des Krippenbaus" sind der pensionierte Werklehrer Armin Dominka (links) und Erich Wolfert, dem ebenfalls eine "künstlerische Ader" nachgesagt wird, hier vor der Krippe von Adolf Helfenbein aus Königstein im Taunus. Foto: Helmut Will
Zwei "Motoren des Krippenbaus" sind der pensionierte Werklehrer Armin Dominka (links) und Erich Wolfert, dem ebenfalls eine "künstlerische Ader" nachgesagt wird, hier vor der Krippe von Adolf Helfenbein aus Königstein im Taunus. Foto: Helmut Will

Die Ausstellung in der Geschäftsstelle der VR-Bank in Ebern zeigt zahlreiche liebevoll in Handarbeit gefertigte Exemplare.

Wie schon viele Jahre zuvor wird auch heuer zum Weihnachtsmarkt im Saal der Geschäftsstelle der VR-Bank in Ebern eine Krippenausstellung von 13 bis 18 Uhr zu sehen sein. Schon seit einigen Tagen sind die Krippenbauer damit beschäftigt, ihre Exponate aufzustellen, um sie möglichst vielen Besuchern zugänglich zu machen.
Beim Besuch der Krippenbauer traf unsere Zeitung Traudl und Armin Dominka, Erich Wolfert sowie das Ehepaar Renate und Alfred Becker an. Sie waren gerade dabei, die Krippenfiguren zu positionieren und ins rechte Licht zu rücken.


Kleidung selbst gebastelt

Armin Dominka und Erich Wolfert stehen an einer imposanten Krippe. Dominka erklärt: "Diese Krippe wurde von meinem Schwiegervater Adolf Helfenbein, der in Königstein im Taunus wohnt, gebaut. Der hat den Stall aus alten Brettern gefertigt, einen richtigen Putz auf einer Steinwand angebracht, die Figuren mit einem Drahtgestell modelliert sowie die Kleidung gebastelt und mit Leim verstärkt, so dass dieses Prachtstück entstanden ist."
Auch eine Krippe von Erich Wolfert, der in Heubach wohnt, zieht Aufmerksamkeit auf sich. Auch diese erklärt Armin Dominka, ehemaliger Werklehrer an der Mittelschule in Ebern: "Die Figuren kommen von der Firma Marolin aus Steinach in Thüringen. Sie sind aus Sägemehl und Gips als Papiermachè entstanden. Der Vorteil ist, dass man mit diesen Figuren alles stellen kann, in diesem Fall die vier verschiedenen Szenen, die Verkündigung mit Maria und dem Engel, die Herbergssuche mit Maria, Josef und dem Esel, den Geburtsstall mit dem Jesuskind, Maria und Josef und die Vertreibung mit Jesuskind, Josef und Maria auf dem Esel."
Beschäftigt mit ihrer Krippe sind auch Renate und Alfred Becker, die sich seit 25 Jahren für "Lifegate" engagieren, das ein "Tor zum Leben" für Menschen mit Behinderungen im Westjordanland öffnen soll. Mit ihrer Krippe und entsprechenden Informationen wollen sie auf dieses Projekt hinweisen, das von der Diakonie, der Caritas und dem Christlichen Verein junger Menschen getragen wird.


Künftig nur alle zwei Jahre?

In Gesprächen mit Krippenbauern werde immer versucht, zum Weihnachtsmarkt diese Krippenausstellung anzubieten, sagen Erich Wolfert und Armin Dominka. Etwas Enttäuschung klingt aus ihren Worten, da die Besucher von Jahr zu Jahr rückläufiger seien. Vor sieben Jahren hat der pensionierte Werklehrer Dominka einen Krippenbaukurs mit elf Personen gehalten. "Einer hat sich mal mit einem Exponat sehen lassen", bedauert Dominka. Man überlege, die Ausstellung eventuell künftig nur alle zwei Jahre anzubieten. Die Krippenbauer würden sich freuen, wenn das Interesse an den filigranen Werken steigt.
Krippen sind am Weihnachtsmarkt in Ebern am morgigen Sonntag von den Ausstellern Helfenbein aus Königstein, Wolfert aus Heubach, Dautl aus Breitengüßbach und Ebern, Neder aus Geroldswind, Schwarz aus Hafenpreppach, Barthelmann aus Ebern, Filberich aus Heilgersdorf, Ospel aus Buch und Becker aus Heubach zu sehen. Armin Dominka erzählt, dass eine Anfrage aus Ermershausen vorliege, dort, gegenüber dem Rathaus, im "Alten Wieghäusla" eine Krippe aufzustellen. "Da hätten wir was anzubieten", sagt er.