Diese Woche stand ich bei der Post an und wollte, wie so viele, ein kleines Päckchen aufgeben. Nikolauspost für meine Nichte. Da fragt mich der kleine Junge, der mit seiner Mutter in der Schlange vor mir steht. "Was ist da drin?"

"Ein kleines Geschenk zum Nikolaus", antworte ich, ohne nachzudenken.

"Wieso musst du das denn schicken, dafür gibt es doch den Nikolaus?", fragt er mich ganz irritiert.

Gott sei Dank hat seine Mutter besser reagiert als ich. "Weißt du, mein Schatz, der Nikolaus ist am Sonntag ja bei uns unterwegs, dann kann er nicht überall gleichzeitig sein", sagt sie und wirft mir einen bösen Blick zu. Fast hätte ich dem Kind die Illusion genommen, es ist ja aber nochmal gut gegangen. Künftig denke ich lieber, bevor ich spreche - auch in der Schlange bei der Post.