Greta Thunberg hätte ihre Freude an Marktzeuln. Soll doch künftig die Fläche für die Nutzung von Sonnenenergie erweitert werden. Dies beschloss der Marktgemeinderat in der Sitzung im Rathaus am Dienstagabend.

Die Bürgerenergiegenossenschaft "Neue Energie Obermain eG, Lichtenfels" beabsichtigt, auf der noch nicht mit Photovoltaikanlagen bebauten Teilfläche nördlich der Bauschuttdeponie Schramm der Gemarkung Marktzeuln ebenfalls Photovoltaikanlagen zu errichten. Die Fläche befindet sich zum Teil im rechtskräftigen Bebauungsplan "Regenerative Energien" und teilweise im unbeplanten Außenbereich.

Durch die Änderung des Flächennutzungsplans und die Ausweisung eines Sondergebietes "Regenerative Energien II" mit der Zweckbestimmung Freiflächen-Photovoltaikanlagen können die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Maßnahme geschaffen werden.

Ökologisch und ökonomisch

Ein entsprechender Durchführungsvertrag, der unter anderem die Kostenübernahme durch den Antragsteller regelt, ist vor Satzungsbeschluss des neuen Bebauungsplans abzuschließen. Bürgermeister Friedlein-Zech (FW) erläuterte die Vorteile des geplanten Bebauungsplanes mit Aufstellung weiterer Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Es wäre ein ökologisch und ökonomisch sinnvolles Vorhaben. Es stärke die Wirtschaftlichkeit und reduziere den Kohlendioxidverbrauch durch Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Das neue Gebiet sei von Marktzeuln aus nicht einsehbar. Da es sich um eine ehemalige Deponiefläche handele, sei die geplante Sondernutzungsfläche auch naturschutzfachlich geeignet.

Im Jahre 2005 sei der erste Bauabschnitt mit Aufstellung der Photovoltaikanlagen erfolgt. Der geplante zweite Bauabschnitt wurde bis jetzt nicht realisiert. Die Zufahrt über die Lettenreuther Straße, Spitzbergweg und einen Feldweg sei gesichert. Sollten die Wege in Mitleidenschaft gezogen werden, wäre der Betreiber verpflichtet, sie wieder auszubessern.

Außerdem wurde das gemeindliche Einvernehmen für die Errichtung einer Wohnanlage mit sechs Wohneinheiten in Zettlitz, Lichtenfelser Straße 8, in Aussicht gestellt. Diese zweigeschossigen Einzelgebäude würden in Holzbauweise errichtet. Die Gebäude sollen durch Carports mit begrünten Flachdächern verbunden werden. Es füge sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche in die Eigenart der näheren Umgebung ein. Der Baubeginn sei für Frühjahr 2020 vorgesehen.

Aus Verkehrssicherheitsgründen wird beabsichtigt, einen 186 Meter langen Teilbereich der Industriestraße in Horb am Main einzuziehen. Mit der Einziehung verliert die gewidmete Straße die Eigenschaft einer öffentlichen Straße. Die Verfahrensunterlagen liegen ab sofort für drei Monate im Rathaus Marktzeuln zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Während dieser Frist können sie von jedermann eingesehen werden und Bedenken vorgebracht werden.

Aus der Kreistagssitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass mit dem Bau der B 173 neu im Frühjahr 2020 begonnen werden soll. Mit dem Bau der Unterführung auf der B 289 bei Horb werde gestartet. Es soll wenig Behinderungen und keine Straßensperrungen geben. Außerdem wies der Bürgermeister darauf hin, dass ab sofort die Karten für die Vorstellung des "Sommernachtstraumes" des Fränkischen Theatersommers am 11. Juli 2020 in der Gemeinde zum Vorverkaufspreis von 19 Euro erhältlich sind.