von unserem Mitarbeiter 
Gerold Snater

Hofheim — Abschlussfeiern an der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Hofheim sind etwas Besonderes. Im Gegensatz zu Abschlussfeiern bei Real- und Mittelschulen oder an Gymnasien werden in solchen Feiern Schüler unterschiedlichen Alters verabschiedet. Da gibt es noch sehr junge Abgänger und solche, die schon die Dreißig überschritten haben, und so manchen Quereinsteiger, der vorher in einem anderen Beruf sein Glück versucht hatte.
Bis auf den letzten Platz war der Saal in der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Hofheim anlässlich der Abschlussfeier gefüllt. 27 Auszubildende mit dem Abschluss zum Pflegefachhelfer und 23 Auszubildende mit dem Abschluss zur examinierten Pflegefachkraft wurden in einer kleinen Feier gewürdigt, die die "Crazy Ladies", eine Damenband mit dem Gesamtalter von 399 Jahren unter der Leitung von Karin Meyer-Jungclausen, musikalisch gestaltete.
Schulleiter Siegmund Klug konnte mit Stolz verkünden, dass alle Prüfungsteilnehmer ihre Prüfung bestanden haben. Seinen erfolgreichen Prüflingen wünschte er für diese "ureigene Leistung" eine Selbstverwirklichung, eine innere Zufriedenheit und Leidenschaft, die "das beste Werkzeug für die Pflege" sei. Dass er sich nur schwer von seinen Auszubildenden trennen konnte, zeigte er offen: "Ihr seid mir ans Herz gewachsen! Lebt wohl!"
Zeugnisse gab es für zwei Klassen. Zuerst für die Absolventinnen und Absolventen der Altenpflegehilfe durch Klassenleiter Matthias Beck. Ein Jahr lang mussten sich diese Schülerinnen und Schüler der Ausbildung als Altenpflegehelfer in Theorie und Praxis unterziehen, um dieses Jahr nach der Prüfung als Pflegefachhelfer abschließen zu können. Ein Jahr, das von einer großen Dynamik geprägt gewesen sei, meinte Matthias Beck, der darauf hinwies, dass einige Prüflinge die Ausbildung zur examinierten Pflegekraft an der Schule in Hofheim weiterführen werden.
Die Zeugnisse für die examinierte Pflegekräfte übergab der Schulleiter Siegmund Klug, der betonte, dass das Niveau dieser drei- oder vierjährigen Ausbildung über dem Niveau stehe, das in der staatlichen Prüfung abverlangt werde.

Preise für die Besten

Sonderanerkennungen der Caritas-Schulen gGmbH gab es für Franziska Cizmesija, die die Abschlussprüfung zur Altenpflegehilfe mit der Note 1,0 ablegte, und für Kristina Stürmer, die diese Traumnote in der Prüfung als examinierte Pflegefachkraft erreichte.
Nachdem Schulleiter Klug in einem "besonderen Anliegen" mit Barbara Betz, die als Mutter zweier erwachsener Töchter und bereits Oma die nicht leichte Ausbildung zur Pflegefachkraft auf sich nahm, und mit Christian Sauer, der auch nicht mehr so ganz jung, aus dem Brauerberuf kommend, zu einem "Prachtkerl" in der Abschlussklasse der Pflegefachkräfte avancierte und Urheber des Projektes "Yes, we care!" war, besonders gewürdigt hatte, hatte zum Schluss die Klasse AP 13 "Das letzte Wort".

Aus Märchen

Dabei führten die examinierten Pflegefachkräfte zunächst zwei lustige Szenen aus den Märchen der Gebrüder Grimm auf, in denen Pflegesituationen versteckt waren. Anschließend hatte Barbara Betz für alle Lehrkräfte der Schule ein selbst verfasstes Gedicht parat, mit dem sie deren Besonderheiten aufzeigte. Und Christian Sauer überreichte danach jedem ein Präsent und beendete die Abschlussfeier mit einem Lichtbildervortrag über die drei Jahre Ausbildungszeit.