Wird beim Hallenbad-Neubau in Ebern nach der Putz-Pleite munter weitergepfuscht? Diesmal nicht durch irgendwelche Subunternehmer, sondern durch Bedienstete des Kreisbauhofes? Diese Frage stellt der Heubacher Stadtrat Thomas Limpert (Freie Wähler) in einem Brief an Landrat Wilhelm Schneider (CSU) und die Hochbauverwaltung im Landratsamt.
Limpert war bei einer Besichtigung der Baustelle Mitte März aufgefallen, dass bei verlegten Platten im Außenbereich entlang der Glasfassade im Süden die Kanten ausgebrochen waren, und er hatte dies auch Ralf Röckelein-Sarre, der als Vertreter des Landratsamtes den Stadtrat durchs neue Hallenbad führte, mitgeteilt.
Röckelein kündigte daraufhin Abhilfe an, was mehrere Teilnehmer an der Besichtigung bestätigen.
Nun ist Limpert nach Abbau des Bauzaunes bei einem erneuten Gang über die Außenanlagen am Hallenbad aufgefallen, dass die Pflasterung mittlerweile zwar verfugt wurde, dabei aber kein Austausch der schadhaften Betonplatten erfolgt ist.
Deswegen richtete er nun ein geharnischtes Schreiben in Richtung Landratsamt. "Ich fühle mich schon irgendwie veräppelt. Jetzt, wo die Fläche eingesandet ist, wird wohl niemand beabsichtigen, diese Platten zu ersetzen."
Ein Trugschluss, heißt es aus dem Landratsamt. Der Anschein, dass die Arbeiten schon abgeschlossen seien, trüge. Die schadhaften Platten würden natürlich ausgetauscht, hieß es dazu von Pressesprecherin Monika Göhr. Vorher stünden aber noch Gespräche mit einem Vertreter des Herstellers an.