Werner Stübinger setzt seine erfolgreiche Arbeit für den Feuerwehrverein Windischenhaig fort. Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung wurde der 69-Jährige ebenso wie seine Vorstandskollegen Volker Hilpert (2. Vorsitzender) und Uwe Dittrich (Schriftführer) sowie Kommandant Reinhold Kaßel in ihren Ämtern bestätigt.

Neu im Vorstandsteam ist Bernd Meisel. Der Bankkaufmann übernimmt den Posten des Kassiers. Das Vereinsvermögen konnte im vergangenen Jahr um einen hohen dreistelligen Betrag gesteigert werden, wie der scheidende Kassier Jürgen Valentin berichtete.

Während seiner ersten Amtszeit hat Werner Stübinger Einiges bewegt. Als er 2014 gewählt wurde, zählte der Feuerwehrverein 71 Mitglieder, mittlerweile sind es 110. Stübinger und sein Team haben in den vergangenen sechs Jahren auch zusätzliche Veranstaltungen (Wirtshaussingen, Vorträge und den Familiensonntag beim Tennenfest) durchgeführt und dadurch das Vereinsvermögen erhöht und das Ortsleben bereichert.

Ein großes Lob für dieses Engagement gab es von höchster Stelle. "Das ist schon sehr bemerkenswert", würdigte Bezirkstagspräsident und Oberbürgermeister Henry Schramm. Schramm wies auf die große Bedeutung der Ehrenamtlichen für das Funktionieren der Gesellschaft hin, weshalb die Stadt Kulmbach große Anstrengungen unternehme, um die Vereine und Verbände zu unterstützen.

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte Werner Stübinger an die große Bedeutung des Feuerwehrvereins für die Ortsgemeinschaft. Aber auch die Windischenhaiger Feuerwehr hat Sorgen: Während die Zahl der fördernden bzw. passiven Mitglieder gesteigert werden konnte, stagniert die Entwicklung bei den Aktiven.

Die Windischenhaiger besitzen zwar ein modernes Löschfahrzeug, sind aber nur sehr bedingt einsatzfähig, da Kommandant Reinhold Kaßel nur 18 ausgebildete Wehrkräfte zur Verfügung stehen. Neu hinzugekommen ist aus der eigenen Jugendgruppe Jana Günther. Ein Wohnortwechsel führte zu einem Austritt, ein Feuerwehrmann ist aus gesundheitlichen Gründen nicht einsatzfähig.

Auch die Jugendgruppe hat Probleme. Wie prekär die Situation ist, zeigt sich daran, dass es den verbliebenen drei minderjährigen Nachwuchskräften nun sogar gestattet werden soll, bei den Erwachsenen mitzuüben.

Im vergangenen Jahr wurde die Windischenhaiger Wehr bei zwei Einsätzen benötigt: Nach einem Ölunfall musste auf dem Main bei Ober-/Unterzettlitz eine Ölsperre errichtet werden. Im April rückten die Windischenhaiger zudem zum Großbrand des Freizeitcenters im Goldenen Feld aus. Außerdem stellten die Windischenhaiger eine Abordnung für das Organisationsteam des Jugendleistungsmarschs in Kulmbach.

Ehrenvorsitzender Manfred Kaßel erkundigte sich nach den Planungen für das 2019 anstehende 150. Jubiläum der Ortswehr. Eine Großveranstaltung werde es auf Grund höherer Auflagen nicht geben, teilte Vorsitzender Werner Stübinger mit. Denkbar wäre eine Großübung mit Feierstunde im Rahmen des Tennenfest-Wochenendes im Juni. Jürgen Valentin