Mit Blick auf das Europameisterschaftsspiel zwischen Deutschland und Frankreich dauerte die öffentliche Sitzung am Dienstagabend gerade Mal eine halbe Stunde. Weil Bürgermeister Jochen Trier (FW) keine gewichtigen Punkte auf die Tagesordnung gesetzt hatte, entstanden keine großen Diskussionen. Lediglich beim abschließenden Punkt "Wünsche und Anträge" machten mehrere Ratsmitglieder deutlich, dass die Grünpflege im Gemeindegebiet und der Unterhalt der Wanderwege zu wünschen übrig lasse. Der Bürgermeister verwies darauf, dass es Probleme mit dem Fuhrpark des Bauhofes gebe – vor allem das Equipment sei teilweise mangelhaft. Trier versprach, die Lage mit der Bauhof-Mannschaft umgehend zu erörtern und nach Lösungen zu suchen.

Neues ÖPNV-Konzept

Der Rathauschef verwies zudem auf das neue ÖPNV-Konzept: Seit Montag, 7. Juni, gibt es stündliche Verbindungen für Wirsberg und Himmelkron nach Kulmbach sowie Bayreuth und umgekehrt. Als Kristallisationspunkt des neuen Angebotes wurde die bestehende bedarfsgesteuerte Linie der KBS 8350 von/nach Cottenau, Adlerhütte, Neufang, Weißenbach, Osserich nach/von Wirsberg und Neuenmarkt modifiziert und ausgebaut. Über Schlömen bis nach Himmelkron und teilweise bis Bad Berneck wurde sie zudem verlängert. Damit wird das bestehende Angebot aufgewertet. Bürgermeister Jochen Trier sieht die stündlichen Verbindungen in die Zentren nach Bayreuth und Kulmbach auch als einen kleinen Beitrag, um die Heimat zu stärken: "Dass wir unseren Menschen, unseren Kindern zeigen, ihr könnt dableiben, ihr habt hier eine Anbindung an Beruf und Schule. Das macht es auch lebens- und liebenswert und es ist auch die Chance für uns, dass man ohne ein eigenes Fahrzeug überall hinkommt."

Gottfried Luthardt (SPD) sprach einen Weg im "Hegnich" an, der durch die häufige Nutzung von Reitern und Mountainbikern sanierungsbedürftig geworden war.

Karl-Heinz Krüger (FW) bemängelte indes den Zustand des Kneipp-Beckens am Sommerbad und verwies auf eine Algenplage: "Das Becken wird so stark frequentiert. Hier muss die Pflege regelmäßig vorgenommen werden."

Ramona Müller (CSU) hielt es für notwendig, die Grün- und Parkanlagen intensiver zu pflegen und so deren Zustand zu verbessern. Bürgermeister Trier zeigte sich in diesem Zusammenhang dankbar, dass sich mit Stefanie Schmidt, der Vorsitzenden des Gartenbau-Vereins, und Jochen Potempka zwei Bürger bereiterklärt hatten, den Bauhof bei kleineren Aufgaben zu unterstützen. Einen Dank richtete der Rathauschef auch an die Textilwerke Wilhelm Kneitz AG, deren Mitarbeiter den Park- und Wendeplatz an der Zufahrt zum Betriebsgelände sauber halten. Das sei deshalb wichtig, da Trier aktuell keine Chance sieht, die anfallenden Arbeiten allein durch das Personal des Bauhofes zufriedenstellend zu erledigen. Er will über die Internetseite der Marktgemeinde einen Aufruf starten und die Bürger so für kleine Arbeiten um Mithilfe bitten. Jörg Treutler (SPD) sah diesen Vorschlag kritisch: "Wenn es die Leute im Bauhof personell nicht schaffen, können wir es nicht einfach vor sich ,hintümpeln‘ lassen. Das muss überdacht werden und notfalls müssen wir Geld in die Hand nehmen und eine Saisonkraft für die Pflege der Grünanlagen einstellen."

Zusage für vier Baugesuche

Gleich vier Baugesuchen erteilte der Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen: Neubau eines Wohnhauses mit Carport in Cottenau, Neubau eines Carports in Cottenau, Wohnhausneubau im Laubenweg und Neubau eines Carports im Hopfenweg.

Keine Einwände hatte das Gremium zur Anhörung des Flächennutzungsplanes mit einem integrierten Landschaftsplan der Nachbargemeinde Stammbach. Wie Jochen Trier dazu erklärte, ist die Marktgemeinde nur im Bereich des Stammbacher Ortsteiles Gundlitz betroffen. Hier seien aber keine Einwände angezeigt.

Die Arbeiten für den Glasfaseranschluss des Wirsberger Rathauses wurden an die Telekom zum Angebotspreis von 42 657 Euro vergeben. Wie Bürgermeister Trier dazu ergänzte, können im Zuge dieser Arbeiten auch Privatkunden einen Glasfaseranschluss auf eigene Kosten beantragen.

Für die Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde wurden 4141 Euro genehmigt, um notwendige Ausrüstungsgegenstände zu beschaffen. Den Auftrag erhielt die Firma Ludwig aus Bindlach.

Der TSV Wirsberg lässt sein Sportheim für 8520 Euro sanieren. Dabei geht es um die energetische Optimierung. Hierfür erhält der Verein einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro.