Natur und Landschaft spielen eine zentrale Rolle - als Heimatraum, als Standortfaktor, als Raum für Erholung und Aktivitäten sowie als Ökosystem für Artenvielfalt und natürliche Ressourcen. Dementsprechend wichtig ist die Erarbeitung und regelmäßige Fortschreibung eines Landschafts- und Flächennutzungsplans - sie zählen daher zu den gesetzlich vorgeschriebenen kommunalen Pflichtaufgaben.

Die Landschaftsplanung liege vor allem in den Händen der Kommunen, so die Pressemitteilung des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Dabei seien Herausforderungen wie Klimaanpassung, Flächenmanagement, Gewässer- und Hochwasserschutz, Artenvielfalt sowie Ausbau der erneuerbaren Energien zu bewältigen.

"Das Pilotprojekt soll Wege aufzeigen, wie eine nachhaltige räumliche Entwicklung von Städten und Gemeinden gelingen kann. Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sollen mit dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen vor Ort verknüpft werden. Intakte Naturräume sind wichtiger denn je und entscheidend für die Lebensqualität", so Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber.

Der Markt Oberelsbach macht nun die Pflicht zur Kür: Die Gemeinde zählt zu den sieben bayerischen Pilotgemeinden für das Projekt "Landschaftsplanung in Bayern - kommunal und innovativ". Die sieben Pilotgemeinden erarbeiten neue Ansätze für den kommunalen Landschaftsplan und setzen sie unter wissenschaftlicher Anleitung in die Praxis um. Anschließend werden die Erfahrungen aus den sieben Partnerkommunen für die bayernweite Anwendung aufbereitet - sozusagen als Patentrezept für alle bayerischen Städte und Gemeinden. Damit wird im Markt Oberelsbach und den weiteren ausgewählten Kommunen mustergültig erarbeitet, was anschließend bayernweit angewandt werden kann. Neben dem Markt Oberelsbach und den Gemeinden Kirchheim und Höhenkirchen-Siegertsbrunn wurden die Städte Abensberg, Bamberg, Penzberg und Selbitz ausgewählt.

In Oberelsbach sollen Ideen und Konzepte zur Besucherlenkung des regionalen Tourismus, der Erholungsnutzung sowie der Landschaftsvermittlung bearbeitet werden. Weitere Infos unter www.anl.bayern.de/projekte/projekt_lapla red