Im Deutschen Dampflokomotiv-Museum (DDM) kehrt langsam wieder Normalität ein. Wie Geschäftsführer Rüdiger Köhler in der jüngsten Sitzung des Zweckverbands aufzeigte, sind das neue Eingangsgebäude und die Außenanlagen weitestgehend fertiggestellt. Einschließlich der Instandsetzung der Infrastruktur auf dem Museumsgelände seien in den vergangenen drei Jahren 4,2 Millionen Euro verbaut worden.

Bei der Sanierung des Bahnhofsgebäudes und der ehemaligen Sozialräume sei es zu erheblichen Mehrkosten gekommen, die Köhler auf die Corona-Pandemie zurückführte.

Verbandsvorsitzender Landrat Klaus Peter Söllner bedauerte, dass zur Eröffnung des neue Eingangsgebäudes wegen Corona keine Feierstunde stattfinden konnte. Das Bauwerk selbst bezeichnete er als eindrucksvoll, es trage zur Attraktivierung des Museums bei.

Heuer noch einiges geplant

Rüdiger Köhler ging weiter auf die restliche Museumssaison ein. So seien bis Ende des Jahres noch der "Tag des offenen Denkmals" am 12. September, mehrere Seminare und der "Tag der Modellbahn" geplant. Ferner erstattete er einen umfassenden Bericht zum Museumsentwicklungskonzept 2020 unter dem Motto "Geschichte erleben, Technik bestaunen, Neues entdecken". Als nächste Schritte kündigte er die Ausschreibung einer Besandungsanlage, die Errichtung einer Aufsitzeisenbahn im Kohlenhof, die Fertigstellung einer dritten Lok für die Kleinbahn und die Ertüchtigung des Segmentdrehscheibe an.

Dank der Oberfrankenstiftung und eines Zuschusses aus dem Fonds nichtstaatlicher Museen könne die historische Entwicklung des Salonwagens in drei Zeitschienen aufgezeigt werden, so der Geschäftsführer. Und in einem Nebenraum des Lokschuppens plane man eine virtuelle Dokumentation der "König Ludwig Süd-Nordbahn".

Nicht ohne Überraschungen

Architekt Jörn Küsters vom Atelier Brückner aus Stuttgart ging auf die Sanierung des Bahnhofsgebäudes ein, die nicht ohne Überraschungen abgelaufen sei. Derzeit werde der Wärmedämmputz aufgebracht, auch die Trockenbauarbeiten seien im Gange. An öffentlichen Ausschreibungen stünden noch die Innentüren, der Bodenbelag und die Tischlerarbeiten an. Küsters sprach von einer außergewöhnlich dynamischen Entwicklung der Materialpreise, "teilweise ist es innerhalb weniger Tage zu massiven Preisänderungen gekommen". Mit der Fertigstellung rechne er im März 2022.

Hans-Peter Brendel von der Agentur Bergwerk in Kupferberg präsentierte noch die neue Homepage des Museums. Erklärtes Ziel sei, das DDM mit allen Sinnen erlebbar zu machen.