Das Pappelwäldchen - und sein künftiges teilweises Ende: Damit beschäftigte sich der Gemeinderat erneut. Das Gremium blieb bei der Sitzung am Donnerstag bei der Behandlung des Bürgerantrags auf Erhalt der Bäume, der nun fristgerecht vorlag, jedoch hart. Es bekräftigte nochmals seinen Beschluss vom 24. Oktober dieses Jahres, rund 150 Bäume fällen zu lassen, da sie krank sind. Auch die Begründung wurde wiederholt: Es geht um die Verkehrssicherungspflicht.

Das Gremium wischte den Bürgerantrag, der die Fällung verhindern will, nicht so einfach vom Tisch. Es betrachtete ihn als zulässig, weil die Formalien erfüllt sind: Die Anzahl (58) der nötigen Unterschriften von Gemeindebürgern liegt vor, der Antrag wird begründet, es sind drei berechtigte Vertreter benannt und er ist ordnungsgemäß und fristgerecht bei der Gemeinde eingegangen. Das Gremium befasste sich ausführlich mit dem Bürgerantrag und gab bekannt, dass einige Maßnahmen zur Wiederaufforstung geplant sind. Zugestanden wurde den Antragstellern, dass vor Ort bei einer Begehung nochmals über die Gründe der Fällung beraten werden soll und notfalls neue Aspekte oder Impulse zur Fällaktion einfließen könnten.

Eingehend informierten Kommandant Peter Puff und sein Stellvertreter Fabian Bienlein über die Feuerwehr. In diesem Jahr waren schon 42 Einsätze zu verzeichnen, die problemlos von den 62 Aktiven bewältigt wurden. Es gibt neun Anwärter aus der Jugend, und die Kinderfeuerwehr besitzt immerhin 15 Begeisterte. Probleme bereiten den Floriansjüngern nicht nur die Nachwuchsarbeit und die Bürokratie, sondern auch die Gerätewartung. Letztere habe 291 Stunden in Anspruch genommen. Da das Personal, so Puff, arbeitsmäßig voll ausgelastet sei, wurde die Bitte an die Gemeinde herangetragen, über eine Mithilfe durch den Bauhof bei der Gerätewartung nachzudenken. Weitere Wünsche waren eine Transportmöglichkeit für die Jugendlichen sowie eine Aufwandsentschädigung für Arbeiten im Feuerwehrhaus. Gemeinderat Torsten Dohnalek (UBV) regte deshalb an, Vorschläge im Bereich finanzieller Entschädigung zu erarbeiten. Den beiden Vortragenden war anzumerken, dass die ehrenamtliche Arbeit neben den Einsätzen und Übungen kaum noch zu stemmen sei. Für Übungen, Ausbildungen und Besprechungen seien bereits 1400 Stunden angefallen, sagte Puff und meinte ernüchtert: "Manchmal weiß ich nicht, warum ich bei der Feuerwehr bin." Bürgermeister Udo Döhler (UBV) verkündete schließlich: "Ein tolles Dankeschön an die Feuerwehr, alles wird ehrenamtlich geleistet, was nicht hoch genug einzuschätzen ist."

Döhler teilte mit, dass aus der Stiftung "Unser Dörfles-Esbach" ein Ertrag aus den Jahren 2017 und 2018 in Höhe von rund 2700 Euro fließe, der für die Anschaffung eines Defibrillators, der im Foyer der Schule angebracht wird, zu verwenden ist, Teilbeträge sollen auch dem TSV und dem Feuerwehrverein zukommen.

Die Spielgeräte am Spielplatz in der Lauterer Straße sind laut TÜV in einem desolaten Zustand. Da der Spielplatz von Kindern nie so richtig angenommen wurde, schlug Döhler vor, die Geräte ersatzlos abzubauen. Dies beschlossen die Gemeinderäte einstimmig.