Der Baiersdorfer Sportverein (BSV) hat sein wirtschaftliches Tal durchschritten. Unter der Ägide von Sportmanager Michael Hettchen hat er sich neue Sportfelder erschlossen. So ist heute die Fitnessabteilung "BSfit" die größte des Vereins. Ihr Leiter Roland Finkbeiner will noch mehr dafür tun und eine Body-Weight-Station anschaffen. Das ist eine Gerätekombination im Freien, an der bis zu 20 Personen trainieren können. "Jeder nach seinen Möglichkeiten", betonte Finkbeiner vor dem Stadtrat. Als Beispiel nannte er Liegestützen, die man anfangs nicht direkt vom Boden aus üben könne, um sich langsam zu steigern. Die Uni Erlangen hat so eine Gerätekombination aufgestellt.
Das Großgerät kostet rund 17 000 Euro, gegen Verletzungsgefahr und als Schutz vor Nässe will der Verein darunter Fallschutzmatten auslegen. Die kommen auf rund 16 000 Euro. Eine Unterstützung des Bauhofs beim Aufstellen - so eine Idee Finkbeiners - ließe diese Kosten erheblich sinken.
Doch es muss auch finanziert werden. Der BSV ist dabei, ein Finanzierungskonzept aufzustellen, und wandte sich auch an die Stadt als Zuschussgeber. Sie hat zwar großzügige Sportförderrichtlinien, aber auch ziemlich Ebbe in der Kasse. Darum stieß die Idee bei vielen Räten auf Zustimmung, der Hinweis auf die Kassenlage war aber meist angehängt. Dorothea Neubauer (CSU) forderte vom Verein eine Art Fünf-Jahres-Plan - auch für Visionen. "Ich bin sprachlos", kommentierte hingegen Fraktionskollegin Erika Baier den Zuschusswunsch. Schließlich habe die Stadt mit der Finanzierung des Sportmanagers annähernd 100 000 Euro ausgegeben. Karl-Heinz Roll (ÖWG) gab zu bedenken: "Schuldenabbau braucht auch Investitionen, um Einnahmen zu erzielen." Bürgermeister Andreas Galster (CSU) gab beiden Seiten recht. Da für 2018 schon eine Zuschusszusage für Sportgeräte des Vereins vorliegt, reagierte der Rat vorsichtig. Wissen wollten alle, welche Eigenmittel der Verein habe. Das ist noch offen, Kreditverhandlungen mit der Sparkasse laufen.
Auch soll nach weiteren Zuschussgebern Ausschau gehalten werden. Im Haushaltsausschuss soll das Thema wieder aufgegriffen werden.