Die Stiftung TSV Eintracht Bamberg nimmt in einer Pressemitteilung Stellung zu dem Leserbrief von Robert Schlittenbauer ("Die seltsamen Wege eines Kunstrasenfeldes) vom 28 August 2018.

Robert Schlittenbauer, der im November 2017 zum Hauptkassier des FC Eintracht Bamberg 2010 gewählt worden war, behauptet in seinem Leserbrief, dass es eigentlich die Aufgabe der Stiftung TSV Eintracht Bamberg gewesen wäre, dafür zu sorgen, dass das kleine Kunstrasenfeld, das auf dem ehemaligen Stiftungsgelände an der Breitenau gestanden hatte, nach dessen Abriss zusammen mit der Stiftung hätte umziehen oder an einer anderen Stelle hätte wieder aufgebaut werden müssen.

Die Stiftung TSV Eintracht Bamberg betont, dass sie nie Eigentümer dieses Kleinfeldes gewesen war. Sie stellte lediglich ihr Gelände für dieses vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) anlässlich der Weltmeisterschaft 2006 gesponserte Soccerfeld zur Verfügung. Die Verpflichtung, dieses Spielfeld 15 Jahre lang für die Öffentlichkeit bereitzustellen, wurde, notariell beglaubigt, beim Verkauf des gesamten Stiftungsgeländes an die Stadt Bamberg auf diese übertragen.

Die Stadt veräußerte daraufhin das Gelände an die Firma Brose. Der Abriss des kleinen Kunstrasenfeldes erfolgte dann Ende 2015, also zu einem Zeitpunkt, als die Firma Brose Besitzer des gesamten Geländes war. R. Schlittenbauer schrieb dazu: "Dass G. Weber nun anderen ,Rechtsbruch' in die Schuhe schieben will, ist schon ein starkes Stück."

Tatsache ist, dass der eigentliche Eigentümer des Kleinfeldes, also der DFB, über diesen Abriss nachweislich nicht informiert worden war. Das Kleinfeld hätte aber noch einige Jahre der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden müssen.

Weiterhin schrieb R. Schlittenbauer bezogen auf G. Weber: "Ob es nun besonders klug ist, außerdem auch noch Bürgermeister Lange persönlich Vorwürfe zu machen, mag der geneigte Leser selbst beurteilen!" Fakt ist, dass G. Weber in seinem Leserbrief Herrn Lange persönlich keine Vorwürfe gemacht hat. Man könnte aus G. Webers Ausführungen sogar schließen, dass es erst durch die Bemühungen von Christian Lange wenigstens zur Anschaffung eines mobilen Ersatzspielfeldes gekommen ist.

Zudem ist klarzustellen, dass die Stadt Bamberg für die Zahlung von 700 000 Euro an die Stiftung für deren zwei Fußballplätze auch einen Gegenwert erhält und dass es ohne das Entgegenkommen der Stiftung TSV Eintracht Bamberg die Firma Brose in Bamberg nicht geben würde.

Wie schon in der Stellungnahme von Stiftungsvorstand H. J. Schmaus im FT am 18. August zu lesen war, kam die Stiftung nicht nur durch gravierende Baumängel an ihrem Vereinsheim, sondern auch durch die Insolvenz des ersten Pächters der Vereinsgaststätte, aber auch durch die des FC Eintracht Bamberg 2010 in große Zahlungsschwierigkeiten. Ob die Stiftung TSV Eintracht Bamberg ihren Stiftungszweck - Förderung des Sports - nach dem Verkauf der beiden Fußballplätze noch erfüllen kann, das darf Herr Schlittenbauer getrost den Verantwortlichen der Stiftung überlassen. red