Verschoben ist nicht aufgehoben. Der Bau des Radweges zwischen Oberlauter und Rottenbach muss noch warten, wie Bürgermeister Karl Kolb (ÜPW) bei der Gemeinderatssitzung wissen ließ. Er habe sich ans Landratsamt wegen einer Förderung gewandt, dieses habe geantwortet, dass derzeit ein Radwegekonzept des Landkreises erstellt werde und die Beteiligung des Kreises nicht abgelehnt, sondern zurückgestellt werde. Erst spätestens 2022 könnte mit einer Förderung gerechnet werden, allerdings nur aufgrund einer Prioritätenfestsetzung und der finanziellen Ausstattung des Fördertopfes.

Was sagen die anderen?

Ferner teilte der Bürgermeister mit, dass er Antwortschreiben von verschiedenen Stellen wegen der ablehnenden Haltung der Gemeinde zum Schienenlückenschluss zwischen Coburg und Südthüringen durch Reaktivierung der Werrabahn bekommen habe. Für das Bundesministerium für Verkehr sei die Werrabahn zunächst als Konzeptidee vorhanden und Bayern und Thüringen müssten prüfen, ob es vor Ort einen Bedarf an neuen wirtschaftlich tragfähigen Verkehrsangeboten gebe. Es müsste auch festgestellt werden, ob die zu reaktivierende Strecke in ein vorhandenes Mobilitätskonzept integriert werden könne. Kolb: "Falls Bayern und Thüringen sich einigen, wäre der Bund bereit, eine anteilige Bundesfinanzierung zu prüfen."

Die Deutsche Bahn hätte mitgeteilt, dass gegebenenfalls auch eine neue geeignete Linienführung betrachtet werden müsse. Die Deutsche Bahn habe auch geäußert, dass die von der Gemeinde vorgebrachten Argumente ernst genommen würden.

Für das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr stehe fest, dass sinnvolle Verbesserungen im öffentlichen Verkehr nur mit und nicht gegen die Menschen vor Ort geschehen könnten.

Ja zu Photovoltaikanlagen

Der Gemeinderat hatte keine Bedenken gegen die Erweiterung des Solarparkes in Rottenbach. Dort soll auf einer Fläche von 4,8 Hektar diese Anlage entstehen. Das Vorhaben geht konform mit dem Gemeinderatsbeschluss aus der 11. Sitzung, wonach Freiflächen-Photovoltaikanlagen einen Abstand von 200 Metern zur A 73 einzuhalten haben. Der Gemeinderat gab der Firma "NaturstromProjekte" einstimmig grünes Licht, so dass das Bauleitplanverfahren in der kommenden Sitzung des Gemeinderates eingeleitet werden kann.

Ebenso wurde ein gleicher Antrag der Agrovoltaik Bühling GbR behandelt. In Oberlauter soll eine Agrovoltaikanlage in der Nähe der A 73 entstehen. Geplant sind neben der Stromerzeugung, der Beweidung, mehreren E-Tankstellen auch eine Wasserstoffproduktion.

Dann ging es um die Hochwassersituation im Gemeindegebiet. Einen breiten Raum nahmen bei diesem Punkt die Ausführungen von Gerd Schoerner vom Wasserwirtschaftsamt Kronach und Daniel Spaderna vom Amt für Ländliche Entwicklung ein. Sie kamen zum Schluss, dass nur zwei neuralgische Stellen in der Gemeinde vorhanden sind. Die Gemeinde sei unter anderem aufgefordert, Gefahrenstellen zu ermitteln, die öffentlichen Einrichtungen und die Infrastruktur zu sichern, zu beraten, bei der Bauleitplanung Gefahrenstellen zu beachten und den Katastrophenschutz im Auge zu behalten.

Michael Wohl von der Verwaltung referierte über die Kindertagesstätten. Derzeit werden 267 Kinder in vier Einrichtungen betreut. Er kam zum Schluss, dass aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl mehr Plätze benötigt würden, jedoch derzeit alle Betreuungswünsche befriedigt werden könnten.

Für 50-maliges Blutspenden wurden Hans Frieß und Markus Wieschollek mit BRK-Urkunden und -Nadeln ausgezeichnet. Bürgermeister Kolb sagte: "Blut ist für Hilfsbedürftige ein ganz besonderer Saft." dav