Dem Ort Pödeldorf wurde mit dem Bau auf den "Aufsessianischen Wiesen" ein neuer Teil hinzugefügt, der sich sehen lassen kann. Neben der ehemaligen "Alten Mühle" geht es nördlich zum Neubaugebiet, in dem auch eine Seniorenresidenz für betreutes Wohnen entsteht. Schon fertig und seit einigen Tagen von Familien und Kindern regelrecht in Besitz genommen, ist der neue "Wassererlebnis-Spielplatz" am Gründleinsbach. Auf der gegenüber liegenden Seite besteht schon seit längerem ein normaler Spielplatz mit Rutsche, Schaukel und Drehkarussel.

Durch die Steine im Bach, die auch für Kleinkinder leicht zu erreichen sind, ist er nun auch von Süden her erreichbar ohne den Umweg über die Schammelsdorfer Straße. Hier am Wasser tummeln sich mit Freude und Begeisterung Jung und Alt. Schon der Ausblick auf den ausgeweiteten Bach mit vielen Inselchen und großen und kleinen Steinen zum Überqueren des Gründleinsbachs lässt das Herz höher schlagen und zieht jeden die wenigen Stufen hinab an das Wasser, in das Wasser oder von Stein zu Stein auf die andere Seite oder eine der kleinen Inseln.

Auch Reinhard Teufel ist mit seinen Enkeln und Beagle Lenox eingetroffen und schwärmt: "Dieser Platz am Wasser ist eine wunderbare Sache. Besonders die Kinder finden es hier toll und sind fast nicht mehr wegzubekommen." Auch andere Besucher loben die Gemeinde für diesen Ausbau des Baches. Geschaffen hat das Harald Link als Baggerfahrer der Firma Pfister.

Überschwemmungen vermeiden

Das eigentliche Ziel dieser wasserwirtschaftlichen Maßnahme aber war, durch Verbreiterung und Querverbauung des Gründleinsbachs ein Regenrückhaltebecken zu schaffen, in dem 2000 Kubikmeter Wasser zunächst gestaut und dann langsam weitergegeben werden sollen. Damit wollen die Gemeinde Litzendorf und das Wasserwirtschaftsamt Kronach bei Starkregengüssen das Überschwemmen weiter bachabwärts liegender Häuser, Straßen und Felder vermeiden. Gesetzliche Forderungen wurden somit erfüllt. Das Ingenieurbüro Michael Ederer nennt das Ganze eine ökologisch durchgängige Rampe mit Beckenpasssystem und Aufstiegsgerinne. Durch die Aufweitung werde zusätzlicher Retentionsraum im Gewässerbereich geschaffen.

Die Baumaßnahmen sind noch nicht ganz abgeschlossen. Humus muss an den Uferböschungen aufgetragen werden, Anpflanzungen erfolgen noch. Weiter östlich wird eine Brücke für Fußgänger gebaut, so dass das Einkaufen im Supermarkt auch von Norden her gefahrlos möglich wird. Auch der Bereich um das alte Wehr wird noch umgestaltet und ein Fischpass gebaut. Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) nennt als Kosten rund 370 000 Euro, weist aber auf die Förderung von 60 Prozent hin und sagt: "Wir haben hier die Forderungen des Amtes mit dem Schönen und Förderlichen für unsere Kinder und Bevölkerung verbunden."