Zunächst hieß es "Alarmstufe 1", jetzt folgt "Planungsstufe 1": Das Büro BaurConsult in Haßfurt bekam den Auftrag, den Planungsentwurf für zwei Zufahrts-Varianten zur Mannlehen-Siedlung von der Coburger Straße her zu erstellen. Diese zweite Zufahrt hält der Stadtrat im Zusammenhang mit dem projektierten Bau eines Seniorenheimes durch das Diakonische Werk und eines Kinderhortes im Norden des Siedlungsgebietes in Richtung Angerbach für notwendig, da Anwohner auf der entgegengesetzten Seite des Wohngebietes eine Zunahme des Verkehrs fürchten. Deshalb soll, wie ursprünglich bei der Erstellung des Bebauungsplanes vorgesehen, eine Anbindung von der Coburger Straße her erfolgen. Einen Vorentwurf dazu gibt es schon aus dem Jahr 1996.


Zwei Varianten möglich

Neu ist, dass eine Variante auf der Trasse des bestehenden Feldweges wie auch ein kürzere Querung des Talgrundes weiter östlich untersucht werden. Die ersten, groben Kostenschätzungen belaufen sich auf 160 000 Euro für die Abbiegespur auf der Staatsstraße, 300 000 Euro für die eigentliche Zufahrt sowie 240 000 Euro für die Brücke über den Angerbach.


Verfallsdatum überschritten

Wegen der Angerbrücke ist laut Landratsamt zudem ein neues wasserrechtliches Verfahren notwendig, da seit der letzten Genehmigung das Verfallsdatum von fünf Jahren bereits überschritten ist. Die Auftragssumme für die ersten Ingenieurleistungen beträgt rund 18 500 Euro.
Dass die Stadt an den Planungen für Seniorenheim und Kindergarten festhält, wurde jüngst deutlich, als Stadtratsmitglieder beim Besuch in den neuen VHS-Räumen von Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) hörten, dass die dort noch befindliche Notgruppe des Kindergartens nur eine Übergangslösung darstellt, weil sie in den Neubau einziehen soll.