Marco Meissner

Der Schlachthof in der Kreisstadt will sich zukunftsfähig aufstellen. Am runden Tisch, zu dem Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner (CSU) am Donnerstagnachmittag Vertreter des Schlachthofes und der heimischen Metzgerbetriebe eingeladen hatte, sollte der Weg dorthin abgesteckt werden.
Nach rund zwei Stunden präsentierte der Abgeordnete auf unsere Anfrage ein Ergebnis: Es wird abgeklopft, ob ein Neubau realisierbar wäre.
"Wir haben uns darauf verständigt und wollen ausloten, ob ein Neubau infrage kommt", erklärte Baumgärtner. In den kommenden Jahren stünden viele Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen für den Betrieb an, so dass ein Neubau aus seiner Sicht die bessere Lösung sein könnte.
Der Abgeordnete hält es auf jeden Fall für wichtig, dass der Schlachthof in Kronach erhalten bleibt, denn: "Tierwohl heißt kurze Wege." Als nächster Schritt müssten Fachexpertisen eingeholt werden. Dafür gelte es, die Strukturen der Schlachthöfe in der Region unter die Lupe zu nehmen, ebenso aber auch die der Metzgereien im Einzugsbereich des Kronacher Betriebs.


Klage abgewiesen

Auf die Klage des Schlachthofs vor dem Verwaltungsgericht in Bayreuth gegen eine erhebliche Gebührenerhöhung für die Fleischbeschau ging er ebenfalls ein (wir berichteten). Diese Klage wurde am Mittwoch abgewiesen, wie Stefan Schneider für das Landratsamt Kronach auf Anfrage mitteilte. "Es war keine Überraschung, dass die Klage abgelehnt wurde", erklärte Baumgärtner. Dass die Behörde kostendeckend arbeiten muss, sei nachvollziehbar. Verständlich sei aber auch der Ärger der Gegenseite darüber, wobei im Gespräch keine Kritik an den Behörden laut geworden sei. Solche Mehrkosten seien jedoch nicht einfach zu erwirtschaften. "Dieser Zielkonflikt muss jetzt auf politischem Weg gelöst werden", machte sich der Abgeordnete stark für Gespräche.