"Dieses Amt ist für mich eine Herzensangelegenheit", sagte er im Wahlkampf. Gleich im ersten Wahlgang am 15. März wurde Tobias Roppelt dann zum neuen Bürgermeister von Baunach gewählt. Der Kandidat der Christlichen Bürgerschaft Baunach (CBB) setzte sich mit 52,2 gegen zwei Mitbewerber durch - und tat es damit fast Ekkehard Hojer (ebenfalls CBB), der vor sechs Jahren mit 56,7 Prozent für eine dritte Amtszeit gewählt worden war.

Nun wird die Herzensangelegenheit also zum neuen Hauptberuf für den 37-jährigen Logistikfachmann. Und der bisherige Dritte Bürgermeister sieht sich dafür gut vorbereitet. Die Abläufe im Verwaltungs- und Rathausalltag seien ihm sehr gut bekannt. "Durch meine Tätigkeit als stellvertretender Bürgermeister bin ich bereits in viele Dinge mit eingebunden und aktuell auch schon fast täglich im Rathaus aktiv. Mir ist bewusst, welche Verantwortung und Aufgaben auf mich zukommen."

Dass die nächste Zeit allen neuen - ebenso wie den alten - Bürgermeistern eine besondere Verantwortung auferlegt, dessen ist sich Tobias Roppelt ebenfalls bewusst. "Die Herausforderungen für die Zukunft werden in Zeiten von Corona sicher auch für die Stadt Baunach nicht einfacher", sagt er. Nach 22 Jahren in der Transport- und Logistikbranche wolle er sich aber ab dem 1. Mai als hauptamtlicher Bürgermeister voll auf seine neue Aufgabe konzentrieren. "Darauf freue ich mich sehr!", betont er, den widrigen Zeitumständen zum Trotz.

Persönlicher Kontakt wichtig

Den nötigen Rückhalt findet es zu Hause. "Ich engagiere mich schon sehr lange in der Kommunalpolitik und im Ehrenamt. Meine Familie und insbesondere meine Frau unterstützt mich hierbei schon immer, wofür ich sehr dankbar bin", stellt der Vater von zwei Kindern im Alter von sieben und drei Jahren.

Auch wenn er in Zukunft sicher öfter an Wochenenden und Abenden offizielle Termine wird wahrnehmen müssen, soll das Privatleben keinesfalls zu kurz kommen. "Die freie Zeit mit der Familie verbringen wir im Garten und unternehmen Ausflüge", berichtet er. Auf ein paar andere seiner liebsten Freizeitbeschäftigungen ("Wenn es die Zeit zulässt.") muss er derzeit Corona-bedingt jedoch verzichten, zusammen mit seinen Freunden Fußball-Bundesliga und Champions League schauen. Und beim Tennis, das er selbst gerne spielt und das im Spaß macht, wird zwar in der Regel ausreichend Abstand gehalten, aber Sportplätze sind immer noch gesperrt.

Und politisch? "Mein Anspruch ist und bleibt der persönliche Kontakt. Auch nach der Wahl", hat er vor der Wahl versprochen, und eine "bessere Kommunikation zwischen Rathaus und Bürgern. Hierzu gehören für mich regelmäßige Bürgerversammlungen und Bürgersprechstunden". Auch da gibt es zwangsweise derzeit noch Einschränkungen. Doch die Zukunft hat Roppelt voll im Blick. Nicht umsonst lautet sein Motto: "Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine neue Generation von Politik. Modern, nachhaltig und zukunftsorientiert." So will in seiner geliebten Heimatstadt Politik und Leben verbinden: "Ich möchte mit meiner Frau und meinen beiden Kindern in einer lebens- und liebenswerten Kommune leben und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Baunach und seine Stadtteile voranbringen."