"Die Sanierung unserer Schule soll heute für beendet erklärt werden", trug der Schulleiter des Gymnasiums Fränkische Schweiz Ebermannstadt, Erhard Herrmann, am Freitag vor.
Nach sechs Jahren ging dieses umfangreiche Projekt, das etwa 14,4 Millionen Euro gekostet hat, zu Ende. In einem kleinen feierlichen Akt wurde das Gebäude vom evangelischen Pfarrer Stefan Berner und dem katholischen Pater Napoleon Savariraj gesegnet.


"Nicht unerheblicher Aufwand"

Erhard Herrmann erinnerte in seiner Rede an das Vergangene: 2011 begannen demnach die ersten Planungen. Die Schüler und Lehrer erstellten ein Papier mit ihren Wünschen für die Sanierung. Einiges davon ist auch umgesetzt worden - wie beispielsweise die freundliche Farbgebung.
Allen sei jedoch klar gewesen, dass nicht alle Wünsche realisiert werden konnten. 2013 begann die Sanierung im laufenden Schulbetrieb. "Das war ein nicht unerheblicher Aufwand", sagte der Schulleiter. Da Klassenzimmer weggefallen waren, gab es Unterricht in acht Containern. Und mancher unerwartete Bohrmaschinen-Einsatz während einer Schulaufgabe musste ignoriert werden. Die gute Kooperation mit Mittel- und Realschule half in der schwierigen Sanierungsphase.
Herrmann bedankte sich auch beim Reinigungspersonal, das seine umfangreicheren Aufgaben bestens gemeistert hat. Und er zeigte sich stolz auf den Landkreis, der so viel Geld für die Schulsanierung in die Hand genommen hatte.


Beeindruckte Bürgermeisterin

Landrat Hermann Ulm (CSU) bestätigte, dass die Bildung im Landkreis eine zentrale Aufgabe darstellt. Er zeigte auf, dass Geld nicht nur für Sanierungen, sondern auch in den laufenden Betrieb investiert werden muss, denn die Anforderungen an die Schule verändern sich ständig.
Dazu benötigt man neue und zusätzliche Räumlichkeiten oder den Einsatz neuer Techniken. Bei der Kostenschätzung war er stolz, denn wahrscheinlich werden eine Million Euro weniger benötigt als erwartet. "Das ist hier kein Berliner Flughafen", scherzte der Landrat und meinte, dass das Gymnasium nun wohl für die nächsten Jahre gut gerichtet sein müsse.
Er wünschte sich, dass die Schulfamilie nun gut in den neuen Räumlichkeiten arbeiten könne. Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) gab zu, dass sie Kollegen damit beeindrucken kann, dass es 3000 Schüler in Ebermannstadt gibt. Sie freute sich über die gute Zusammenarbeit der Schulen und erzählte von einer jungen Frau, die erst die Mittelschule besucht und jetzt das Abitur bestanden hat.
"Doch was wirklich zählt, ist die Qualität der Schulen und die braucht gute Bedingungen", trug Meyer vor. Die Qualität sei gegeben, die Rahmenbedingungen nun geschaffen.
Die Bürgermeisterin wünschte den Schülern, dass sie sich gut entwickeln können und ihre Talente gefördert werden. Nach dem feierlichen Akt begann das Sommerfest unter dem Motto "Neue Perspektiven". Die Schüler des Projekt-Seminars "Spanisch" beispielsweise verkauften Tapas und alkoholfreie Cocktails. Und was sagen sie zur sanierten Schule? "Es wirkt viel freundlicher und ansehnlicher. Toll sind auch die neuen Klassenräume mit den Whiteboards", meinte Alexander Weilsbacher.
Vom technischen Fortschritt begeistert zeigten sich auch Lea Herzer und Louisa Herbst. Ihnen gefallen besonders die neue Farbgebung und der schönere Pausenhof.