Die Grundschule Mönchröden ist für die Einrichtung einer Profilschule Inklusion vorgesehen. Der Senat für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales signalisierte bei seiner Sitzung am Montag schon mal seine Zustimmung. Allerdings ist unter anderem die Zustimmung des Stadtrates und des Elternbeirates erforderlich. Außerdem soll es einen Informationsabend geben.

Katerina Arca informierte die Senatsmitglieder ausführlich über die Grundlagen. So sind Profilschulen Inklusion diejenigen, die in besonderer Weise das gemeinsame Leben und Lernen von jungen Menschen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf beachten. Die Förderschwerpunkte der Kinder liegen in den Bereichen Lernen, Sprache, sozial-emotionales Verhalten, Hören, körperlich-motorische Entwicklung und geistige Entwicklung. Auch Kinder mit Autismus sollen in diesen Profilschulen unterrichtet werden können. Über die Lerninhalte hinaus werde vieles andere vermittelt, sagte Arca. Zusätzliche Lehrkräfte würden eingestellt werden. Die Anzahl der Förderkinder steige, und es bestehe ein gesetzliches Recht auf inklusive Bildung. Es besteht aber auch ein Wahlrecht der Eltern, ob ihre Kinder am Inklusionsunterricht teilnehmen. Wie Arca betonte, verbessere die Inklusion die Unterrichtsqualität, die schulischen Leistungen sowohl der Förder- als auch der Regelschüler und fördere die Ausbildungsreife. Ziel sei die Teilhabe am Gemeinwesen.

Auch die Schule Mönchröden, vertreten durch Tina Lobenstein, gab grünes Licht. "Die Bereitschaft und Offenheit des Lehrerkollegiums sind vorhanden", sagte Lobenstein, "jedoch sind noch kleinere bauliche Veränderungen vorzunehmen."

Keine Zustimmung

Der Kommentar der Elternbeiratsvorsitzenden Heike Krause war: "Eine perfekte Sache." Auch aus dem Gremium kam Zustimmung. Die Profilschule sollte einen Versuch wert sein, äußerten sich die Stadträtinnen Gisela Böhnel und Jutta Franz (beide FW) sowie Stadtrat Christoph Franke (SPD). Abgelehnt wurden zwei Förderanträge der Sportgemeinschaft Rödental. Der Verein wollte Zuschüsse für die Errichtung eines Ballfangzaunes sowie die Teilbefestigung des Geländes dahinter. Die Ablehnung basierte darauf, dass der Antrag der SG sehr knapp gehalten war, die notwendigen Unterlagen nicht beilagen und dadurch ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte. Hauptargument war, dass eine derartige Förderung nicht den Sportförderrichtlinien entspreche. Genehmigt wurde dagegen die Übernahme des jährlichen Pachtzinses vom 187 Euro für den Verein Deutsche Schäferhunde Rödental-Einberg. dav