Der Renner früherer Weihnachtsfeste war die Modelleisenbahn. Geradezu selbstverständlich erhöhte sich der Bestand an Fahrzeugen an jedem Weihnachtsfest. Dies nahm in den letzten Jahren kontinuierlich ab, da andere Freizeitbeschäftigungen des Nachwuchses der Modellbahn den Rang abliefen. Nun ist aber aktuell zu beobachten, dass es mit der Modelleisenbahn langsam wieder aufwärts geht und die Verkaufszahlen der wenigen übrig gebliebenen Hersteller langsam, aber stetig wieder zunehmen.

Da leider in diesem Jahr der bereits fünf Mal veranstaltete große Modellbahnflohmarkt in Tettau wegen der Corona-Krise nicht durchgeführt werden konnte, fragten sehr viele Hobbybahner bei dem Organisator der Börse, Manfred Suffa, an, wann wieder eine Möglichkeit bestehe, preisgünstige Modellbahnartikel zu erwerben und sich mit Gleichgesinnten zu treffen. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Suffa, dass es deutlich zu beobachten sei, wie gebrauchtes Material auf den Internetplattformen gute Preise erziele. Interessant sei auch, so Suffa weiter, dass sogar Eltern bei ihm anriefen und sich nach Modellbahnen erkundigten, um ihren Kindern eine Alternative zum Handy zu bieten, "damit die Fingermotorik nicht gänzlich verkümmere". Ehrlicherweise müsse man aber auch erwähnen, dass die ebenso bei der Eisenbahn im vollen Umfang eingezogene Digitaltechnik einen bestimmten Reiz auf die junge Generation ausübe. So kann man heute über 30 Sonderfunktionen der Lokomotiven auslösen. Fahr- und Betriebsgeräusche werden naturgetreu nachgebildet. Ebenso gehören die kleinen Schaltpulte zum Steuern von Weichen und Signalen der Vergangenheit an. Die kompliziertesten Streckenverläufe können auf dem Computerbildschirm dargestellt und bedient werden. Ja sogar die vollständige Steuerung einer modernen Modellanlage sei mit dem Smartphone möglich. red