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Bamberg
Warnstreik

Mitarbeiter setzen Arbeit aus

Warnstreik vor dem Medienhaus am Berliner Ring: Mit einem Stopp-Schild und einem Plakat "Tarif lohnt sich für alle" kritisierten mehrere Mitarbeiter des Druckzentrums Oberfranken (DZO) am Freitagnachm...
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Warnstreik vor dem Medienhaus am Berliner Ring: Mit einem Stopp-Schild und einem Plakat "Tarif lohnt sich für alle" kritisierten mehrere Mitarbeiter des Druckzentrums Oberfranken (DZO) am Freitagnachmittag die Lohnpolitik ihres Arbeitgebers. Initiiert von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sollte die für vier Stunden angesetzte Aktion dazu dienen, "die Geschäftsführung von ihrer starren ablehnenden Haltung zu Haustarifverhandlungen abzubringen", heißt es in einer Verdi-Pressemitteilung.

Die Forderung an das Tochterunternehmen der Mediengruppe Oberfranken, die auch den Fränkischen Tag herausbringt, lautet: Anerkennung und Anwendung des Manteltarifvertrags und des Lohn- und Gehaltstarifvertrags der Druckindustrie. Jörg Schild-Müller, der Geschäftsführer vom DZO, zeigte sich überrascht von dem Warnstreik, da ein Haustarifvertrag bislang nur extern von Verdi angemahnt worden war. Weder Betriebsrat noch einzelne Mitarbeiter vom DZO hätten ihn zuvor mit diesem Ansinnen oder gar mit der Möglichkeit einer Arbeitsniederlegung konfrontiert. Schild-Müller betonte, dass er sich an den Vertrag halte, der im Jahr 2015 bei der DZO-Gründung im Rahmen eines Interessenausgleichs mit dem Betriebsrat geschlossen wurde. Zudem habe es bei DZO zu Jahresbeginn eine Lohnerhöhung um 2,5 Prozent gegeben - somit 0,1 Prozent mehr, als im Mai bei den Tarifverhandlungen beschlossen wurde. mm