Das Radlerbussystem des Landkreises Kulmbach startet in die neue Saison mit einem erweiterten Angebot.
Am 1. Mai und dann bis zum 3. Oktober an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen geht das mittlerweile fünf Landkreise (Hof, Wunsiedel, Kronach, Kulmbach und Bayreuth) umspannende Radlerbussystem wieder ans Netz. Aktuell wird mit dem Liniennetzplan 2016 das größte zusammenhängende Fahrradbusnetz in Bayern präsentiert: 370 Kilometer Streckenlänge, 2000 Buskilometer pro Fahrtag, insgesamt 50 000 Höhenmeter bergauf und bergab.
Die zentrale Botschaft des Kooperationsprojekts an die ständig wachsende Gruppe der Fahrradausflügler: "Wir machen euch mit dem Radlerbus die Anfahrt ins Gebirge so einfach und umweltfreundlich wie nur möglich, so dass einer facettenreichen Fahrradtour mitten im Herz unserer Freizeitlandschaft nichts mehr im Wege steht!"
Wünschen der Fahrgäste gefolgt
Wegen zahlreicher Eingaben von Fahrgästen in den vergangenen Jahren haben sich alle
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Partner entschlossen, ab 2016 alle Fahrpläne eine Stunde früher fahren zu lassen. Damit wird der Trend aufgegriffen, gern frühzeitig die Freizeitaktivität beginnen zu lassen. So erreichen die Radler am Vormittag die Ausflugs- und Wanderziele, die Startpunkte ihrer Radtouren auf den Höhen des Frankenwaldes und des Fichtelgebirges.
2015 wurde die Main-Eger-Linie bis Kulmbach verlängert. Für den Landkreis Kulmbach wurde dadurch nicht nur der Frankenwald, sondern auch das gesamte Fichtelgebirge erschlossen. Der Mainradweg und das Kulmbacher Land werden dadurch touristisch aufgewertet. Hier habe der Radlerbus sogar eine "Europäische Dimension", denn vom Fichtelsee als Raddrehscheibe, gehen die Wege dann auch nach Süden über den Fichtelnaab- und Naabtal-Radweg bis zur Donau, nach Westen dem Main-Radweg bis zum Rhein und nach Osten dem Brücken-Radweg von Bayern nach Böhmen, findet Sachgebietsleiter Michael Beck vom Kulmbacher
Landratsamt. Das habe sich als Glücksgriff erwiesen, weil sowohl die Fahrgastzahlen als auch die Auslastung steil nach oben gegangen seien.
Ab dieser Saison hat die Main-Eger-Linie am Fichtelsee und in Wunsiedel immer direkten Anschluss von und zur auf vier Fahrtenpaare verstärkten Porzellanlinie. In Weißenstadt bleibt der Anschluss von und zur Seenlinie erhalten. Neben den gewohnten Anschlussbeziehungen im Frankenwald sind nun auch die im Fichtelgebirge optimiert. Ohne lange Wartezeiten kann der Nutzer sich auf eine weit über 100 Kilometer lange Busreise machen.
Die Rückfahrt ist mit der Netztageskarte inklusive. Neben den Regelfahrscheinen der Verkehrsunternehmen werden die Netztageskarten angeboten. In der Saison 2016 bleiben die Kosten für eine Tageskarte konstant. Eine Netztageskarte Bus kostet für einen Erwachsenen (ab 15 Jahre) sechs Euro, für ein Kind drei Euro und für eine Familie zwölf Euro.
Mit einer Tageskarte können alle Fahrradbuslinien des Frankenwald- und Fichtelgebirge-mobil-Netzes genutzt werden.
Das Angebot der Tageskarten "Bus/Bahn" gibt es 2016 nicht mehr. Mittlerweile sei das EgroNet-Tickets eine günstige Alternative, weist Beck hin. Mit diesem Ticket können zwischen Lichtenfels, Gera Zwickau, Karlsbad, Marienbad, Weiden und Pegnitz alle Bahnangebote des Nahverkehrs genutzt werden. Zudem ist die Fahrradmitnahme inklusive. Das Ticket gilt auch auf den Fahrradbussen. 18 Euro ist der Grundpreis für einen Einzelreisenden. Für jeden der bis zu vier möglichen Mitfahrer steigt der Preis um fünf Euro. Kinder bis 14 Jahre fahren bei diesem Ticket kostenlos mit.
Plätze sichern
Reservierung ist für Einzelradler und Kleinstgruppen nicht notwendig, aber auf den Fahrradbuslinien absolut empfehlenswert.
Fahrradgruppen bis 15 Personen sollten sich vorab bis spätestens letzter Werktag vor Fahrtantritt, 12 Uhr , telefonisch anmelden, Fahrradgruppen ab 16 Personen müssen sich zwei Wochen vorher anmelden. Für diese Gruppen wird versucht, ein Zusatzangebot zu stellen. Telefonische Anmeldung ist unter 09261/601516 (Frankenwald Tourismus Service Center) und unter 09272/969030 (Tourismuszentrale Fichtelgebirge) möglich.
Über das Netz und die Fahrpläne informiert eine kostenlose 60-seitige Broschüre, die bei den Touristinformationen, den Landkreisen, den Verkehrsunternehmen, in den Rathäusern wie auch an den üblichen Infostellen des ÖPNV erhältlich ist. In der Broschüre werden auch Ausflugs-, Wander-, und leichte Radtourtipps beschrieben. Kartenmaterial und Stadtplanauszüge erleichtern die Orientierung. Schnelle Informationen sind neben ausführlicheren Tipps zum Download unter
www.frankenwald-mobil.de abrufbar.
red