"Kulmbus - flink, wendig und abrufbar" lautet das neue Angebot, das die Stadt Kulmbach in Zusammenarbeit mit der Stadtbus Kulmbach GmbH erstmals ab Montag, 21. Juni, von Montag bis Freitag zusätzlich von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr im Stadtgebiet Kulmbach anbietet. Der "Kulmbus" ist der kleine Bruder des Stadtbusses, fährt nur in den Abendstunden auf Bestellung.

Wie Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) bei einem Pressetermin zu verstehen gab, verbindet der "Kulmbus" die Stadtteile miteinander: "Er kommt für alle, ob bei Schichtende oder nach Ladenschluss, zum Sport-Training oder zum Abendkurs, wenn der Zug ankommt oder die Party abgeht." Und das Beste: Der "Kulmbus" ist kombinierbar mit dem Stadtbus-Ticket und ein Umsteigen ist nicht nötig, wie die Geschäftsführerin der Stadtbus Kulmbach GmbH, Stephanie Schütz, erklärte.

Institute haben erforscht, dass Autofahrer nennenswert erst dann bereit sind, umsteigen, wenn der ÖPNV in den individuellen Tagesablauf integrierbar ist. Den ÖPNV in Kulmbach bezeichnete der Oberbürgermeister insgesamt als gut. Ein Wermutstropfen war jedoch bisher die Verbindung in den Abendstunden, und hier greift jetzt der "Kulmbus".

Insbesondere Angestellte im Schichtdienst, ehrenamtlich Aktive oder auch Arbeitnehmer, die tagsüber ihre Erledigungen nicht schaffen, sollen abends noch von diesem Angebot profitieren. Und auch die Nachhausefahrt nach dem Besuch eines Biergartens oder von Jugendlichen ohne Führerschein kann bequem über den "Kulmbus" erfolgen."

Die zuständigen Sachbearbeiter im Landratsamt mit Michael Beck und Regierungsdirektorin Kathrin Limmer haben zusammen mit Petra Arnold von der Stadt und der Firma Schütz eine alternative Art des ÖPNV in den Kulmbacher Stadtbusverkehr integriert: Der "Kulmbus" wird Montag bis Freitag zwischen 19.30 Uhr und 21.30 Uhr den ÖPNV ergänzen. Bedarfsgerecht, also auf Buchung, kommt der Bus nach groben Richtzeiten zu der gewählten Haltestelle und bringt die Personen sicher von A nach B. Gehen keine Buchungen ein, wird auch kein Bus fahren.

Um das Angebot schnell bekannt zu machen, wird die Stadt an Mitarbeiter von Pflege- und Seniorenheimen und vom Klinikum Freitickets verteilen - auch als kleine Aufmerksamkeit für ihren Einsatz in der Corona-Pandemie.

Die Stadt hat für den "Kulmbus" den Betrag von 50 000 Euro im Haushalt eingestellt, um ihn auf ein Jahr zu testen. Sollte der "Kulmbus" gut genutzt werden, wird er natürlich auch weiterhin fahren, wie OB Ingo Lehmann bei dem Pressegespräch bekannt gab. Rei