— Prominentester Gast beim zehnten Stärkeantrinken des Pottensteiner CSU-Ortsverbands nach der Lichterprozession am Dreikönigstag war der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU).
Er hatte auch eine kleine Überraschung für die Pottensteiner mitgebracht: Diese können sich vielleicht schon bald mit dem Prädikat "Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb" schmücken.


Geschenk für Pottenstein

Voraussetzung dafür ist eine Änderung des Kommunalabgabengesetzes durch den Landtag. Und die Chancen für diese Gesetzesänderung stehen dem Vernehmen nach inzwischen gut. Der Heilbäderverband hat sich als fachliche Stelle offiziell dafür ausgesprochen, dass auch Orte mit Heilstollen-Kurbetrieb in dieses Gesetz mit aufgenommen werden können.
Im August war Herrmann in der Teufelshöhle. Mit der Anerkennung der Höhlentherapie sei man seitdem zwar noch nicht durch, aber schon "eineinhalb Schritte" weiter, so Herrmann. Nächster Schritt sei nun, dass der Landtag nach der fachlichen Befürwortung des Heilbäderverbands die Gesetzesänderung des Kommunalabgabengesetzes beschließt.
Dann könne die Stadt Pottenstein den offiziellen Antrag für das Prädikat "Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb" stellen. "Die Frau Haberberger ist extrem hartnäckig", sagte Herrmann über die Pottensteiner CSU-Ortsvorsitzende Birgit Haberberger, die Herrmann zu dem Stärkeantrinken der Pottensteiner CSU eingeladen hatte. Zwölf Seidla, für jeden Monat eins, wie Haberberger das Stärkeantrinken auslegte, das schaffte dann auch Herrmann an diesem Abend nicht.
Herrmann sprach an diesem Abend auch über aktuelle politische Themen. Er halte es für nicht machbar, dass Deutschland pro Jahr über eine Million Flüchtlinge aufnehme: "Das ist nicht zu bewältigen."
Man benötige in der Flüchtlingsfrage eine europäische Lösung. "Selbst die Schweden, die mehr Flüchtlinge aufgenommen haben als Deutschland, merken inzwischen, dass es so nicht mehr funktioniere.