Die SPD im Landkreis Haßberge stellt sich weiter für die Kommunalwahl 2020 auf. Kurz nachdem Wolfgang Brühl als Landratskandidat präsentiert und Amtsinhaber Jürgen Hennemann erneut als Bürgermeisterbewerber in Ebern nominiert wurde, stellten die Sozialdemokraten am Sonntag auch ihre Kandidatin für den Posten als Gemeindeoberhaupt in Stettfeld vor. Es ist eine dreifache, 35 Jahre alte Mutter, die die Aufgaben eines Bürgermeisters als Verwaltungsfachangestellte in der VG Ebelsbach aus dem Effeff kennt: Melanie Kaufhold.

"Melanie Kaufhold ist wie ein Sechser im Lotto!" Johanna Bamberg-Reinwand, Kreisvorsitzende der Haßberge-SPD, ließ keinen Zweifel daran, dass sie die SPD-Kandidatin für das Bürgermeisteramt, die am Sonntagabend in Stettfeld einstimmig nominiert wurde, für eine Idealbesetzung hält.

"Wir freuen uns, dass sie kandidiert", stellte auch Wolfgang Brühl fest. Für den SPD-Bewerber um das Amt des Landrats ist es wichtig, dass die Sozialdemokraten in den Kommunen Flagge zeigen. "Dort liegt die Keimzelle sozialdemokratischer Politik und Werte. Dort sind wir schon jetzt gut aufgestellt und wollen es künftig noch besser werden."

Die Kandidatur von Melanie Kaufhold sei dabei ein wichtiger Mosaikstein. Wenn es um die Aufgaben eines Bürgermeisters geht, wisse die Angestellte der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebelsbach schließlich genau, wovon sie spreche, sagte Brühl laut einer umfassenden Mitteilung der SPD Haßberge.

"Ich habe in fast 20 Jahren mit acht Bürgermeistern und einer Bürgermeisterin zusammengearbeitet", schilderte die SPD-Kandidatin. "Von jedem einzelnen konnte ich vieles mit auf meinen Weg nehmen." Ein noch wichtigerer Lehrmeister sei aber ihr Arbeitskollege Walter Martin gewesen. "Wir helfen jedem Bürger unbürokratisch weiter und ein freundliches Auftreten erleichtert so manch schwierige Situation dem Bürger gegenüber!" Das sei das Credo, sagte die Bewerberin, nachdem sie sich schon seit vielen Jahren im Renten-, Sozial- und Gewerbeamt der VG um die Belange der Bürger kümmert. Ein Leitspruch, den sie auch als "Gemeindechefin" weiter mit Leben füllen möchte.

Der Wunsch, sich einmal selbst um das höchste Stettfelder Amt zu bewerben, sei im Lauf der Jahre mehr und mehr in ihr gewachsen. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen, um diesen Plan in die Tat umzusetzen.

"Gemeinsam für Stettfeld!" Unter dieses Motto stellt sie ihre Kandidatur genauso wie die der SPD-Bewerber für den Gemeinderat. "Gemeinsam" umfasst dabei auch das Ziel, "verhärtete Fronten wieder zusammenzuführen", die in der Gemeinde vor allem in den vergangenen Jahren mehr und mehr aufgetreten seien. "Stettfeld soll wieder attraktiver werden sowohl für junge Familien als auch für Senioren, Vereine und Betriebe", erklärte Melanie Kaufhold und hat dabei konkrete Maßnahmen und Pläne im Kopf. "Ein großes und wichtiges Anliegen ist es mir, ein Bürgerzentrum für Stettfeld zu errichten", nannte sie eines. "Dort sollen sich Jung und Alt treffen können."

Auch ein Projekt für betreutes Wohnen und der Kindergarten mit einem passenden Konzept für die Betreuung von Schulkindern sollen mithelfen, die Gemeinde fit für die demografischen Herausforderungen zu machen. "Meine berufliche Erfahrung gibt mir das nötige Wissen, um Stettfeld in eine positive Zukunft zu führen", sagt sie. red