Ein letztes Mal streicht Manfred Späthling vom Naturpark Fränkische Schweiz-Frankenalb prüfend über das Holzgeländer. Seine Mitarbeiter Maximilian Dümmler und Adrian Novotni beseitigen die verbliebenen Montagespuren an den massiven Holzstufen. Damit schließen sie das umfangreiche Sanierungsprogramm der attraktiven Wanderwege oberhalb Leutenbachs um die St.-Moritzkapelle ab. Die Gemeinde Leutenbach weiß die Schönheit ihrer Natur zu schätzen.

So nahm sie für das Vorhaben richtig Geld in die Hand, um die Wanderwege in herrlicher Natur oberhalb des Ortes in einen zukunftsfähigen Zustand zu versetzen. Die letzte Aktion war die Montage von 31 laufenden Metern Handlauf am zweiten Steilaufstieg zum oberen Burgstein. Diese begleiten künftig die 53 Stufen zur viel besuchten oberen Plattform, einem der schönsten Aussichtspunkte der Fränkischen Schweiz, und machen den Aufstieg leichter und sicherer.

Die massiven Holzstufen waren bereits vor einigen Monaten eingebracht worden. Bei genauerem Hinsehen erkennt man bereits jetzt schon wieder erste Schäden, verursacht durch Mountainbiker. Man hofft, dass das Geländer den Weg so einengt, dass diese Sportgruppe geeignetere Wege sucht und Abstand vom Befahren der Treppen nimmt. Eine aufwendige, interessante Anlage um den Sinterwasserfall unterhalb der Sankt-Moritzkapelle wurde bereits vor einigen Jahren ertüchtigt. Als weiteres Maßnahmenpaket stand ab 2019 der Steilaufgang zum Kreuzweg mit einer zusätzlichen kleinen Treppenanlage auf der Wiese darüber. Sie führt zu einem Felsen mit schönem Blick auf das Tal um Leutenbach und das Walberla. Dazu kam der längere, aber reizvolle Aufgang zum unteren und oberen Burgstein.

Eine Bereicherung stellt zudem die Erneuerung der Treppenanlage am Mehlbeerenschaugarten oberhalb der Versuchskirschenanlage des Landkreises bei Dietzhof dar. Der finanzielle Rahmen für das gesamte, jetzt abgeschlossene Paket bewegt sich in einer Größenordnung von etwa 80 000 Euro. 50 Prozent Zuschüsse fließen vom Freistaat Bayern. Am Rest beteiligen sich der Naturpark Fränkische Schweiz-Frankenalb, der Landkreis Forchheim und die Gemeinde Leutenbach. "Ich freue mich außerordentlich, dass wir mit dem Geländer am Burgstein den letzten Teilabschnitt der Wanderwege erschlossen haben. Die Wanderer aus nah und fern können sich über ein wahres Wanderparadies in intakter Natur mit faszinierenden Aussichten freuen. Partizipieren soll im Besonderen auch unsere einheimische Bevölkerung, das ist ihre Heimat", betonte Bürgermeister Florian Kraft.

Gleichzeitig vergaß er nicht, dem Montagetrupp Fränkische Schweiz-Frankenalb für die gute Zusammenarbeit und fachlmännische Ausführung zu danken. Gerade in Corona-Zeiten laden die stillen Wege in der Natur zum entspannten Spaziergang in kleiner Gruppe ein. red