Die Gemeinde Harsdorf will Bauwerbern weitere Flächen anbieten. Um dafür die Weichen zu stellen, hat der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstagabend die Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg gebracht. Konkret geht es um die Umwandlung einer landwirtschaftlichen Fläche Richtung Sandreuth in ein Wohngebiet.

Auch die weiteren Tagesordnungspunkte waren von zahlreichen Bauvorhaben bestimmt. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte das Gremium für den Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle, den Anbau an ein Wohnhaus samt Carport und eine Terrassenüberdachung. Keine Probleme sah der Gemeinderat mit der formlosen Voranfrage auf Errichtung eines Einfamilienhauses in Altenreuth.

Bei Bedarf gibt's 30 Prozent

Die Richtlinie zur Gewährung eines Ersatzes von Elternbeiträgen in der Kinderbetreuung aufgrund der Corona-Pandemie wird auch in Harsdorf umgesetzt, wenngleich, wie Bürgermeister Günther Hübner (CSU) betonte, der Gemeinde gegenwärtig keine Anträge von Eltern aus systemrelevanten Berufen für eine Notbetreuung vorliegen. Die Kommune gewährt im Bedarfsfall 30 Prozent.

Für die Bundestagswahl im September bleibt es bei den Wahllokalen im Rathauses und im Jugendraum des Gemeindezentrums. Die Entschädigung für die Wahlhelfer wurde auf 30 Euro festgesetzt.

Wie Günther Hübner aus nichtöffentlichen Sitzungen bekanntgab, wurde die Tragswerksplanung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an ein Büro in Himmelkron vergeben. Inzwischen liegt die Baugenehmigung des Landratsamts für das neue Zentrum der Feuerwehr Harsdorf vor. Was die notwendige Darlehensaufnahme für den Haushalt 2021 angeht, stehe die Gemeinde mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Verbindung. Fraglich ist derzeit immer noch, wie und ob es mit dem Obst- und Gartenbauverein Harsdorf weitergeht, denn bislang fand sich niemand bereit, die Verantwortung für den bislang sehr erfolgreichen Verein zu übernehmen.

Für seine 1,3 Hektar große Waldfläche erhielt die Gemeinde Harsdorf einen Zuschuss von 135 Euro pro Hektar. Dankbar zeigte sich der Bürgermeister, dass das Staatliche Bauamt Bayreuth bereit war, das Teilstück der Staatsstraße von der Einmündung der Zettmeiseler Straße bis zum Bahnübergang nach der Verlegung einer neuen Hauptwasserleitung mit einer neuen Asphaltdeckschicht zu versehen. Kein Verständnis zeigte er aber für die Verkehrsteilnehmer, die die Absperrmaßnahmen und verkehrsrechtliche Anordnungen einfach ignorierten: "Es wurde sogar mitunter auf den Gleisen am Bahnübergang gewendet."

Gehsteig kommt nicht

Die Frage von Wilhelm Lauterbach (FW), ob in der Raiffeisenstraße ein Gehweg geplant ist, beantwortete Hübner mit Nein. Die Gemeinde ist weiter auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für einen Skaterplatz, den sich ein junger Bürger gewünscht hat.