Die aktuelle Auswertung der AOK zum Krankenstand für 2018 zeigt: Im Landkreis Kulmbach sind AOK-versicherte Arbeitnehmer kränker als im bayernweiten Vergleich. Mit 5,8 Prozent liegt der Krankenstand über dem Bayernwert von 4,8 Prozent. Der Krankenstand stieg im Landkreis Kulmbach um 0,3 Prozentpunkte.

Der häufigste Grund

Atemwegserkrankungen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. 47 Krankmeldungen je 100 Erwerbstätige gab es im vergangenen Jahr im Landkreis wegen dieser Krankheitsart. Im Jahr zuvor waren es 42,8 Krankmeldungen.

Die längsten Ausfälle

Auf Muskel-/Skeletterkrankungen entfielen 32,3 Arbeits-unfähigkeitsfälle, auf Verletzungen 18 und auf Erkran-kungen des Verdauungssystems 16,7 Arbeitsunfähig-keitsfälle. "Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage", so Ilona Birner von der AOK-Direktion Bayreuth-Kulmbach. Statistisch gesehen war deswegen 2018 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis Kulmbach 7 Tage krankgeschrieben. 4,1 Fehltage ergaben sich aus Verletzungen, 3,2 Fehltage wegen Atemwegserkrankungen. Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 17,5 Kalendertage krank, im Landkreis waren es im Schnitt 21,2 Tage.

Nord-Süd-Gefälle

Während in Oberfranken der Krankenstand mit 5,6 Prozent am höchsten war, betrug er in Oberbayern lediglich 4,2 Prozent. Ursachen: Nordbayerische Unternehmen haben ältere Belegschaften. Oberbayerische Arbeitgeber dagegen profitieren von einem starken Zuzug jüngerer Arbeitnehmer. red