von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Adelsdorf — Die Gemeinde Adelsdorf hat ein Heimatmuseum und eine Gruppe Freiwilliger, die sich um Bestand und auch Führungen kümmern. Zuerst lag das in den Händen von Heike Zahnleiter, der Chefin der sozialen Dienste. Für sie war es ein Problem, das Museum zu öffnen - neben ihren anderen Aufgaben. Damals überlegte man schon, den Bestand an ein anderes Museum ähnlicher Ausrichtung zu verkaufen. Seit einigen Jahren kümmern sich Willi Haselmann, Erwin Bergner und ihre Freunde ums Museum und bieten allgemeine Öffnungszeiten und besonders Führungen für Schulklassen an.
"Das kommt immer gut an", versicherte Haselmann, der den Ausschuss für Vereine, Kultur und Soziales um einen Besuch gebeten hatte, damit die Gemeinderäte sich davon überzeugen konnten, dass eine stattliche Sammlung alter landwirtschaftlicher Geräte und Dinge aus der Hauswirtschaft zusammengekommen ist.

Aus der Praxis von Dr. Otto

Alle Gegenstände stammen aus Adelsdorf und seinen Ortsteilen. Verschiedene Pflugtypen oder eine Sammlung von Fleischwölfen, kunstvoll geflochtene Körbe, Säcke mit Namensaufdrucken und selbst eine Handspritze, die in Zeiten vor dem Feuerlöscher in der Aischer Mühle deponiert war. Und auch ein Teil der alten Praxiseinrichtung des Hausarztes Dr. Otto senior.
Ein Problem haben Haselmann und Berner inzwischen entdeckt: Die Ausstellungsobjekte im ersten Stock der ehemaligen Lagerhalle und vor allem die im Spitzboden sind schlecht ausgeleuchtet.
Des Öfteren haben sie schon erlebt, dass gerade ältere Besucher bei ihnen nachfragten, weil sie eines der Schilder nicht lesen konnten. Manche seine auch ganz nah herangegangen, um eine Maschine und ihre Funktionsweise zu erkennen.
Das soll verbessert werden, waren sich die Ausschussmitglieder einig. In diesem Jahr stellt die Gemeinde 500 Euro bereit - für den ersten Stock. Dort müssen nur weitere Leuchtkörper in vorhandene Schienen eingefügt werden.
Im obersten Geschoss wird es etwas aufwändiger. Bergner stellte LED-Leuchtstreifen vor, die man so am Gebälk anbringen könne, dass die dunklen Ecken ausgeleuchtet werden. Dafür will die Gemeinde im kommenden Jahr Geld bereitstellen.