Der Markt Thurnau stellt nun auch für die Schaffung eines Dorfhauses in Alladorf einen Antrag auf Aufnahme in das Programm "Förderoffensive Nordostbayern". Ursprünglich sollte das Projekt mit Mitteln aus dem Dorferneuerungstopf finanziert werden. Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) gab nun in der Gemeinderatssitzung am Montagabend bekannt, dass über die Förderoffensive eine deutlich bessere Bezuschussung möglich sei.
Detlef Zenk (FW), als Alladorfer Gemeinderat zugleich Mitglied in der Teilnehmergemeinschaft zur Dorferneuerung, erläuterte, dass im bisherigen Verfahren die Zuwendungen auf 200 000 Euro für das Dorfhaus und auf 150 000 Euro für die Festscheune beschränkt waren. Eine Förderung über das Nordostbayern-Programm könnte für mehr Spielraum auch bei der Gestaltung sorgen, da die Zuschüsse nicht beschränkt seien.
Auf andere Projekte würde sich der Antrag, Alladorf aufzunehmen, nicht förderschädlich auswirken, betonte Martin Bernreuther. Die Marktgemeinderäte stimmten der Beantragung zu. Der Markt Thurnau hat von der Kirche eine Fläche von 344 Quadratmetern erworben, die für den neuen Busbahnhof benötigt wird, erklärte der Bürgermeister. Außerdem habe der Markt eine gut 2000 Quadratmeter große Teilfläche im Industriegebiet gekauft, die für Straßenbaumaßnahmen benötigt wird.
Der Kommandant der Feuerwehr Alladorf, Ralf Glas, hat sein Amt aus beruflichen und persönlichen Gründen niedergelegt. Der Markt nahm den Rücktritt zur Kenntnis. Demnächst stehen Neuwahlen an.


Aufträge vergeben

Die Sanierung des alten Rathauses geht voran. Im zuständigen Ausschuss waren verschiedene Aufträge vergeben worden. Den Zuschlag für die Malerarbeiten bekam die heimische Firma Nähter. Sie hatte mit rund 38 000 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Die Dachdeckerarbeiten wird die Firma Müller aus Glashütten ausführen. Kosten: rund 13 000 Euro.
Die Marktgemeinderäte sprachen sich am Montag einhellig dafür aus, dass auch das Rückgebäude des alten Rathauses in die "Förderoffensive Nordostbayern" aufgenommen werden soll. Die Verwaltung wird bei der Regierung von Oberfranken einen Antrag stellen.
Zustimmung erteilten die Räte für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Lochau Richtung Neustädtlein. Die Straße soll bis zur Gemeindegrenze asphaltiert werden.
Die Erschließungsstraße im neuen Baugebiet hinter dem Seniorenheim soll in Zukunft ganz offiziell "Alte Allee" heißen. Der Investor hatte sich gewünscht, dass der Name, der bislang als Arbeitstitel vergeben worden war, beibehalten wird. Einen historischen Hinweis auf den Namen gibt es nicht, auch eine Allee ist dort nicht vorhanden. "Vielleicht wachsen ja noch Bäume", amüsierte sich Hans-Friedrich Hacker (CSU).
Der Markt Thurnau hatte für den Lückenschluss der Trinkwasserleitung zwischen der ökologischen Siedlung und der Straße Am Hegnig zwölf Angebote eingeholt. Die Firma Tretter aus Immenreuth hatte mit einem Nettopreis von 108 000 Euro das günstigste Angebot abgegeben. "Damit liegt die Firma mehr als 10 000 Euro unter dem veranschlagten Bruttopreis", freute sich Martin Bernreuther.


Carport darf gebaut werden

Dem Antrag von Sybilla Spielbühler, innerhalb der Mauern der Alten Fronveste ein Carport zu bauen und drei Fenster an der Südfassade zu verändern, wurde jetzt doch zugestimmt. In der vorangegangenen Sitzung war das Bauvorhaben zurückgestellt worden, weil einige Gemeinderatsmitglieder einen genaueren Plan forderten. Das Carport rage jedoch nur geringfügig über die Mauer, merkte Veit Pöhlmann (FDP) an. "Ich kann nicht sehen, dass Belange der Gemeinde negativ berührt werden", pflichtete Klaus Förster (FW) bei. Der Denkmalschutz hatte Einvernehmen mit dem Bauvorhaben signalisiert.
Keine Einwände hatten die Thurnauer Marktgemeinderäte gegen den Antrag von Susanne Schirmer, in Tannfeld einen Balkon anbauen zu dürfen. Außerdem standen zwei Bauvorhaben im Baugebiet "Alte Allee" auf der Tagesordnung. Tina Wiesenmüller und Johannes Potzel möchten ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage bauen, Christian Schrüfer und Anna Weber ein Holzhaus. Beide Genehmigungen wurden im sogenannten Freistellungsverfahren erteilt.


Wahllokale festgelegt

Für die Bundestagswahl stehen in Thurnau folgende Wahllokale zur Verfügung: das Torwärterhaus, die Grundschule, die Gemeindehäuser in Berndorf und in Limmersdorf und die Gastwirtschaft Hofmann in Alladorf. Auf Vorschlag von Dunja Pfaffenberger (SPD-OL) wurde das Wahllokal in Hutschdorf vom Feuerwehr- ins Gemeindehaus verlegt. Dieses sei barrierefrei zugänglich und auch für ältere Menschen besser erreichbar.
Die Briefwahlunterlagen werden im Sitzungssaal des Rathauses ausgezählt. Als Wahlleiter fungiert Verwaltungsleiter Ingomar Hoffmann, sein Stellvertreter ist Benjamin Wich.