Der Entsorgungs- und Baubetrieb (EBB) wird zukünftig auch auf sachgrundlose Befristungen in den Arbeitsverträgen verzichten. Der Entsorgungs- und Baubetrieb folgt damit der Empfehlung der Stadt Bamber...
Der Entsorgungs- und Baubetrieb (EBB) wird zukünftig auch auf sachgrundlose Befristungen in den Arbeitsverträgen verzichten. Der Entsorgungs- und Baubetrieb folgt damit der Empfehlung der Stadt Bamberg, die das im September beschlossen hatte.
Ausgehend von einem SPD-initiierten Antrag zum Verzicht auf sachgrundlose Befristungen bei Arbeitsverträgen, der mittlerweile innerhalb der Kernverwaltung im Rathaus Anwendung findet, zieht der EBB nach. Felix Holland - Stadtrat und SPD-Kreisvorsitzender - lobt diese Entscheidung und freut sich, dass zukünftig keine weiteren städtischen Beschäftigten mehr mit dieser unsicheren Beschäftigungsform angestellt werden.
"Ich hoffe, dass die Verantwortlichen in den Tochterfirmen des gesamten Konzerns der Stadt Bamberg die Zeichen der Zeit erkennen und ebenfalls - so wie bei den tariflich Beschäftigten im Rathaus und nun auch beim EBB - diese unsicheren Beschäftigungsverhältnisse beseitigen", so Holland.
"Die Kolleginnen und Kollegen vom EBB sorgen dafür, dass unsere Straßen gereinigt und gut befahrbar sind, unser Müll ordentlich, regelmäßig und pünktlich entsorgt wird, unsere Kanäle intakt bleiben, das Abwasser ordnungsgemäß abgeleitet und gereinigt wird und dass unsere Brücken instandgehalten und saniert werden. Für diese vielseitigen Tätigkeiten braucht es ausreichend Fachkräfte - und diese sind nicht mit Arbeitsverhältnissen ohne langfristige Perspektive zu gewinnen", erläuterte Holland weiter.
Die Argumentation, dass "für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das sachgrundlos befristete Arbeitsverhältnis das Sprungbrett für ein reguläres Arbeitsverhältnis sein würde, hat nie gegriffen". Diese Vertragsform sei meist dazu verwendet worden, die Probezeit zu verlängern, und die Folge war, dass Beschäftigte schon während ihrer Beschäftigung oft nach einer zukunftssicheren Anstellung Ausschau hielten.
Eine gezielte Personalentwicklung könne mit befristeten Arbeitsverträgen, gerade in einer Zeit des Wettbewerbs um die besten Köpfe, nicht erfolgreich gelingen, betonte Felix Holland. red