Gut besucht war am Freitagabend die Nominierungsversammlung der Überparteilichen Wählergemeinschaft (ÜWG) Rugendorf im "Haus der Jugend". Unter der Wahlleitung von Hermann Geier wurde der 45-jährige Matthias Keller mit 39 Ja- und zwölf Nein-Stimmen sowie einer ungültigen Stimme als Bürgermeisterkandidat nominiert.

Mit 49 Ja- sowie zwei Nein-Stimmen wurden die ÜWG-Bewerber für die zwölf Gemeinderatssitze gereiht.

ÜWG-Sprecher Hermann Dippold freute sich über das Interesse an der Nominierungsversammlung für die am 15. März 2020 stattfindenden Kommunalwahl. In den vergangenen Tagen hätten sich zehn Männer und Frauen zusammengefunden und beschlossen, die ÜWG, die es ja immer schon gab, neu aufleben zu lassen. Man habe keinen anderen Glauben als den, dass die Bürger der Gemeinde eine breite Wahlmöglichkeit haben sollen.

Eine solche Bewegung entstehe nicht von ungefähr, so Dippold. "Hier nur ein Beispiel: Wir sind uns einig darüber, dass Ralf Holzmann, unser amtierender Bürgermeister, gute Arbeit geleistet hat. Wir, die ÜWG, haben uns zusammengefunden mit dem festen Willen, für und zum Wohl der Bürger neue Ideen zu entwickeln. Wir sind überzeugt, dass unser Rugendorf Zukunft hat, wenn wir es richtig anpacken."

Hermann Dippold stellte mit Matthias Keller einen Bürgermeisterkandidaten vor, der seine Wurzeln im Kerndorf von Rugendorf habe. Dippold war sich sicher, dass Keller kein Alleinherrscher sein wolle.

Der 45-jährige Matthias Keller stellte sich den Versammelten vor und erläuterte seinen politischen Fahrplan. "Ich werde mich neutral für die Wasserversorgung einsetzen und möchte das Haus der Jugend beleben, der Nachfrage angepasst in Rugendorf Bauplätze ausweisen und im Ort eine Einkaufsmöglichkeit schaffen. Auch möchte ich dafür sorgen, dass die finanzielle Belastung der Bürger und Unternehmen nicht weiter ansteigt, um weiterhin als Wohn- und Arbeitsstandort attraktiv zu bleiben", sagte der Kandidat.

Matthias Keller sagte, er sehe sich in der Rolle eines Dirigenten, der motiviere und moderiere, Ideen und Ziele abfrage, Interessen zusammenführe und Kompromisse anstoße. Dazu gehöre es auch, in schwierigen Situationen den Mut zu haben, eine Entscheidung zu treffen.

"Die Menschen in unserem Dorf haben ein unglaubliches Potenzial, sind voller Kreativität, Dynamik und dem Drang zu Entfaltung. Das zeigen nicht zuletzt die Landjugend, Feuerwehren, Sportvereine, der Gartenbauverein sowie alle anderen Verbände und Projekte. Meine Aufgaben sind, den Ideenreichtum zu fördern, bürokratische Hindernisse zu beseitigen und politische Prozesse transparenter zu machen", so Keller.

Rugendorf mit seinen rund 1000 Einwohnern könne nur gemeinschaftlich verwaltet werden.