Für das Wanderwochenende von Best of Wandern (BoW) hatte es in diesem Jahr die beiden "Ruhrpottler" Markus und Tom Hendel aus Bochum in den Frankenwald verschlagen. Sie kannten die Region überhaupt nicht, wussten nichts von den Menschen und ihrer Mentalität und waren total überrascht von der Vielfalt an Farben, die die Natur hier bietet. Beim Abschlussgespräch waren die beiden zwar total erledigt von den Wanderungen, die teilweise bei 35 Grad stattfanden, aber immer noch überwältigt von den Eindrücken, die sie auf ihrem Weg durch die Wälder und Wiesen des Frankenwaldes, speziell an der ehemaligen Grenze und auf der Ködeltour, gesammelt hatten.
Das Fazit, das Vater und Sohn Hendel bei ihrer Abreise aus dem schönen Oberen Rodachtal zogen, war durchaus positiv. Ja sie gerieten geradezu ins Schwärmen. Und wollen auf jeden Fall mit der ganzen Familie und dem Familienhund wiederkommen zu einem Kurzurlaub vorzugsweise im Herbst, wo das Farbenspiel der Bäume noch intensiver ist und sich mit Sicherheit viele schöne Fotomotive ergeben. Die Betreuung, Ausstattung für die Wandertouren und das Programm begeisterte die beiden genauso wie die Herzlichkeit der Personen, die sich vor Ort so gut um sie gekümmert haben. Die üppige Vegetation und die grünen Wälder hatten es den beiden besonders angetan. "Bei uns zu Hause gibt es nicht viele verschiedene Insekten und Falter, hier schwirren so viele verschiedene herum, dass man sich gar nicht sattsehen kann und den Foto gar nicht mehr aus der Hand legt", begeistert sich Markus Hendel. Einen Tag lang hatten sie den Wanderführer Michael Wolf aus Nordhalben entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze begleitet. Ausgehend vom Museum in der Klöppelschule Nordhalben ging es noch einmal bergauf zum Schlossberg, über den Dreiherrenstein zur Krögelsmühle und weiter zur Titschendorfer Mühle. Im Schatten der Bäume wartete schon eine Brotzeit in Form von Bratwürsten frisch vom Grill auf die hungrigen Wanderer. Der ehemalige Bürgermeister von Nordhalben, Josef Daum, hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich für die Stärkung zu sorgen.
Weiter gings nach Titschendorf und zum Echobaum, bei dem Michael Wolf seine Trompete erklingen ließ und das Echo sechsfach zurückschallte. Vom Grenzdenkmal über den Grenzersteig ging es über den Buckenberg zum Naturschwimmbad und zurück zum Museum. "Es gab viele spannende Erlebnisse, die wir so nicht erwartet hätten", meinen Markus und Tom. Den Abend ließen die beiden zusammen mit ihrem Wanderwart Peter Wahlich aus Steinwiesen beim Johannisfeuer am Pfarrberg ausklingen und dort waren die beiden überrascht von der Herzlichkeit und Offenheit der Menschen, die ihnen begegneten.
Jedes Jahr veranstaltet die Kooperation Best of Wandern (BoW) ein langes Wanderwochenende. Die Teilnehmer dürfen die Mischung aus Natur und Technik, intakter Wanderwelt und moderner Ausrüstung auf die Probe stellen. Sie wohnen kostenfrei, speisen gratis und lernen Land und Leute aus nächster Nähe kennen. Aber sie müssen dafür auch etwas tun. Alle Teilnehmer der 13 BoW-Regionen bloggen ihre Erlebnisse live im Best of Wandern Live-Blog.
Anschauen und nachlesen kann man die Erlebnisse von Markus und Tom Hendel im Internet unter www.best-of-wandern.de, wo der Live-Blog mit Bildern online ist.