Zur Belebung des Ortszentrums könnte sich Norbert Birkner (ABWI) einen temporären Sommerspielplatz auf dem Adelsdorfer Marktplatz vorstellen. Die Spielgeräte könnten jährlich wechseln, je nach Bedarf auf gemeindlichen Spielplätzen Verwendung finden oder eingelagert werden bis zum Folgejahr, erklärte Birkner in der jüngsten Sitzung des Adelsdorfer Bauausschusses.

Sabina König (Grüne) begrüßt zwar die Idee an sich, "aber der Spielplatz ist an der falschen Stelle, wo viel Verkehr fließt". Zudem habe man schon einen schönen großen Spiel-platz im Seeside, den die Gemeinde unterhalten müsse,

Nur eine "Ja"-Stimme

"Das ist bestimmt medienwirksam", erklärte Gerd Stingl (CSU). "Als ich das gelesen habe, habe ich gedacht: Soll das ein Witz sein? Wenn ich mir unseren Haushalt ansehe, ist das meiner Meinung nach nicht durchführbar." Auf die Kosten für das Projekt angesprochen, erklärt Birkner, dass er diese noch nachreichen würde bei einer erneuten Vorstellung der Anfrage in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Allerdings war er dann der Einzige, der für seinen Antrag stimmte.

Neubauten und Klimaschutz

"Die Hertha Aisch kam auf mich zu, um die Zufahrt zum Sportgelände umzubenennen", erklärte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) zum nächsten Tagesordnungspunkt, "zum Beispiel in ,Aischaue‘ oder ,Hertha-Aisch-Weg‘." Einstimmig einigte sich das Gremium auf "Hertha-Aisch-Weg", so dass einer entsprechenden Widmung nichts im Wege steht.

Die Verankerung umwelt- und klimapolitischer Ziele bei der Genehmigung von Neubauten ist ein Anliegen der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Diese Ziele wären laut Sabina König die Verpflichtung zum Bau von Solar- und Photovoltaikanlagen sowie einer Zisterne auf dem Grundstück und das Verbot von Schotterflächen im Garten. Peter Müller von der Verwaltung antwortete, dass das rechtlich nicht so einfach sei. "Pauschalisieren würde ich das Ganze nicht", sagte Jutta Köhler (FW). "Ich würde mich dagegen sträuben, zu sagen, ihr dürft nicht, ihr müsst! Ein bisschen Planungsfreiheit muss sein."

Fischkal schlug vor, auf das Büro Klebe (Landschaftsplanung Nürnberg) zuzugehen, um zu erfahren, worauf zu achten ist und was andere Kommunen machen.