Als Chorleiterin Karin Schulz für den Jahresabschluss des Posaunenchors die Ereignisse 2019 zusammenstellte, fragte sie sich, ob eigentlich was gefehlt hätte, wenn es den Chor gar nicht gäbe. Als das Ergebnis ihrer umfangreichen Vorbereitungen dann vor ihr lag, war ihre eindeutige Antwort: "Ja, es hätte was gefehlt." Und da konnten ihr die Bläser nur vorbehaltlos zustimmen. Nicht nur die Kirchengemeinde hätte den Chor bei 16 Gottesdiensten und dem Adventskonzert vermisst. Und dann war da ja auch noch das 65-jährige Bestehen am ersten Advent. Das schönste Geschenk sei das Konzert von "Con Spirito" gewesen, war sich Karin Schulz sicher.

Aber auch im gemeindlichen Vereinsleben wäre die musikalische Vielfalt um einiges ärmer gewesen. So beteiligte man sich am autofreien Sonntag, an der Ködnitzer Kirchweih und an der Dorfweihnacht - neben 20 weiteren Einsätzen. Dazu kamen 46 Übungsstunden und acht Proben im Bezirksposaunenchor. "Alles in allem haben wir 97 Termine wahrgenommen und waren dafür 3000 Stunden unterwegs", fasste Karin Schulz zusammen. "Darauf können wir wirklich stolz sein."

Anerkennung verdienten sich ausgerechnet das dienstälteste Mitglied "King" Hellmuth Müller, und Johannes Popp, die beide an über 80 Einsätzen mitwirkten. "Statistiker" Henri Schulz hatte ergänzend dazu errechnet, dass für den Posaunenchor - unter Berücksichtigung von Fahrgemeinschaften - insgesamt 9200 Kilometer zurückgelegt wurden.

Karin Schulz nutzte die Zusammenkunft auch für eine nicht alltägliche Ehrung: Manfred Hoffmann unterstützt das Team bereits seit 50 Jahren als Bläser und erhielt dafür die goldene Nadel. Begonnen hat er mit der Trompete, 1972 ist er zur Posaune gewechselt, und seit eineinhalb Jahren spielt er mit großer Begeisterung das Bariton-Horn. Seit drei Jahren ist er zudem Chor-Obmann.

Für 15 Jahre wurde Petra Stalla (Trompete), Maria Stenglein (Flügelhorn) und Udo Kessler (Bariton-Horn) gedankt.

Pfarrer Peter Ahrens erkannte die beeindruckende Liste mit den vielen Veranstaltungen an. "Wichtig ist, dass es euch in der Gemeinschaft auch Spaß macht. Aber jeder spürt, dass der Zusammenhalt bei euch hundertprozentig stimmt."

"Lobsingt und danket allesamt. Gott loben, das ist unser Amt." Dieses Motto der Posaunenchöre soll auch die Arbeit 2020 begleiten, gab die Dirigentin den Weg vor. "Unser Kalender ist gefüllt." Dieter Hübner